Recent Submissions

  • Monograph

    Digitalisierung im Handwerk - ein Forschungsüberblick 

    Thonipara, Anita; Höhle, David; Proeger, Till; Bizer, Kilian
    Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 36
    Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2020
    Die Digitalisierung des Handwerks ist ein zentrales Thema für Handwerksorganisationen und Wirtschaftspolitik. Die Forschung zu diesem Thema hat daher in den vergangenen Jahren eine Reihe grundlegender Erkenntnisse hervorgebracht, die für die Weiterentwicklung der Digitalisierungsbemühungen genutzt werden kann. Zu diesem Zweck gibt diese Studie einen kompakten Literaturüberblick über die bisherigen empirischen Erkenntnisse zur Digitalisierung des Handwerks. Hierfür werden insgesamt 32 Studien aus dem Zeitraum von 2012 bis 2020 zusammengefasst, übergreifende Ergebnisse herausgestellt und Forschungsbedarfe definiert. Die Studien werden nach den Kategorien Überblicksstudien, Digitalisierungsindizes, regionale Analysen, digitale Plattformen, Online-Marketing sowie Aus- und Weiterbildung strukturiert. Übergreifende Ergebnisse sind dabei: • Die Betriebe haben grundsätzlich eine positive Haltung gegenüber der Digitalisierung. Die Handwerksunternehmen nehmen die Digitalisierung als Chance wahr, insbesondere um neue Kundenkreise zu erschließen und die Arbeitslast zu reduzieren. Gleichzeitig gehen die Unternehmen vorsichtig mit Investitionen in Digitalisierungs¬maßnahmen und neue Technologien um und sorgen sich um die IT-Sicherheit. Auch fehlende interne zeitliche und finanzielle Ressourcen, fehlende interne Kompetenzen oder Mitarbeiterqualifikationen sowie unklarer wirtschaftlicher Nutzen hemmen den Digitalisierungsprozess in Handwerksunternehmen. Eine enge Begleitung der Unternehmen ist zur erfolgreichen Durchführung von Digitalisierungsmaßnahmen genauso wichtig wie finanzielle Förderprogramme, Mitarbeiterqualifikation sowie das Einbetten der Maßnahme in die Unternehmensstrategie. • Urbane, größere, umsatzstärkere sowie industrienahe Handwerkwerksbetriebe sind stärker digitalisiert. Innerhalb der Unternehmen zeigt sich, dass grundlegende IT-Hardware bereits genutzt wird, neuere Technologien wie Cloudnutzung oder intelligente Sensorik bisher jedoch kaum verbreitet sind. Dabei zeigt sich, dass Bereiche innerhalb der Unternehmen wie die Verwaltung und der Einkauf bereits einen höheren Grad der Digitalisierung aufweisen als die Produktion und Logistik. Zentrale Kommunikations¬kanäle bleiben Telefon und E-Mail. • Regionale Analysen der Homepage- und Plattformnutzung zeigen, dass Betriebe in ländlichen Regionen städtischen Betrieben in der Digitalisierung tendenziell nachstehen. So ist der Anteil der Unternehmen mit einer Homepage oder Plattformnutzung in ländlichen Regionen deutlich geringer als in urbanen Räumen. Dies wird häufig im Zusammenhang mit einem langsamen Internetzugang gesehen, welcher ebenfalls als Hemmnis für die Digitalisierung wahrgenommen wird. Verglichen mit den Gesamtaufträgen im Handwerk wird nur ein sehr geringer Anteil an Leistungen über Plattformen vermittelt. Dabei sind die Gewerbe- bzw. Berufsgruppen sehr unterschiedlich aktiv auf Plattformen. In urbanen Räumen werden Plattformen deutlich häufiger genutzt als auf dem Land, wo traditionelle Informations- und Reputationsmechanismen eine größere Relevanz haben. Dort, wo Plattformen vermehrt genutzt werden, spielen Bewertungen eine wichtige Rolle, wobei negative Bewertungen häufig zum Verlassen der Plattform führen, was eine Positivselektion auf den Plattformen bewirkt. Gleichzeitig konnte beobachtet werden, dass insbesondere Soloselbstständige dazu neigen, für gute Bewertungen unbezahlte Extraleistungen anzubieten, oder sich einem Unterbietungswettbewerb gegenübersehen. Meisterbetriebe sind auf Plattformen zwar in der Minderheit, erhalten aber überproportional viele Aufträge und positivere Bewertungen. • Rund die Hälfte der Handwerksunternehmen hat eine eigene Homepage. Der Anteil variiert stark zwischen Gewerbegruppen. Lebensmittelhandwerke besitzen seltener eine eigene Homepage, während Gesundheitshandwerke häufiger eine Homepage besitzen. Einwohnerdichte, Umsatz im Handwerk, Bildung und Zuzugsrate haben einen Einfluss auf das Betreiben einer Homepage. • Sorgen über eine Substitution von Handwerkerdienstleistungen durch intelligente Automatisierungstechnologie werden von den betrachteten Studien relativiert. Statt einer Abnahme der Arbeitskräftenachfrage wird auf ein wandelndes Anforderungsprofil an die Fachkräfte hingewiesen, das IT-Kenntnisse, die Fähigkeit, sich flexibel an künftige technologische Entwicklungen anzupassen sowie Offenheit für Weiterbildung erfordert.
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  • Journal Article

    Legitimacy and the Cognitive Sources of International Institutional Change: The Case of Regional Parliamentarization 

    Lenz, Tobias; Burilkov, Alexandr; Viola, Lora Anne
    International Studies Quarterly 2019; 63(4) p.1094-1107
    How and under what conditions does legitimacy affect processes of international institutional change? This article specifiesand evaluates three causal mechanisms by which variation in legitimacy induces institutional change in international organi-zations (IOs) and argues that an important, yet hitherto neglected, source of legitimacy-based change is cognitive in nature.Using survival analysis, we evaluate these mechanisms with a novel dataset on the establishment of parliamentary institutionsin thirty-six regional organizations between 1950 and 2010. We find that the empowerment of supranational secretariats, en-gagement with the European Union, and parliamentarization in an organization’s neighborhood increase the likelihood ofregional parliamentarization. This suggests that legitimacy judgments that draw on cognitive referents provide an importantsource of international institutional change. We illustrate the underlying cognitive emulation mechanism with a case study ofparliamentarization in the Association of Southeast Asian Nations.
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  • Monograph

    Mechanismen, Erfolgsfaktoren und Hemmnisse der Digitalisierung im Handwerk 

    Proeger, Till; Thonipara, Anita; Bizer, Kilian
    Göttinger Beiträge zu Handwerksforschung; 35
    Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2020
    Die Digitalisierung von Handwerksbetrieben und die effektive Förderung dieses Prozesses sind ein wichtiger Baustein für die Erhöhung der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit des Handwerks. Um die zugrundeliegenden Prozesse und Einflussmöglichkeiten zu analysieren, wurde eine Umfrage unter den Beauftragten für Innovation und Technologie (BIT) sowie bei den Mitarbeitern der regionalen Schaufenster des Kompetenzzentrums Digitales Handwerk (KDH) durchgeführt. Es wurden dabei Fragen zum Einstieg in Digitalisierungsprozesse, zu deren innerbetrieblicher Funktionsweise sowie zu Erfolgsfaktoren / Hemmnissen gestellt. Im Hinblick auf den Einstieg in Digitalisierungsprozesse zeigt sich, dass Informationsveranstaltungen zu allgemeinen, aber auch spezifischen Themen der Digitalisierung besonders effektive Formate zur Kontaktaufnahme mit Unternehmen sind. Vor allem die Digitalisierung unternehmensinterner Prozesse sowie aktuelle Förderprogramme wecken bei Betrieben das Interesse an Digitalisierungsmaßnahmen. Best-Practice-Beispiele von Vorreiterbetrieben in der eigenen Branche sind für Betriebe wichtig. Die Funktionsweise des Digitalisierungsprozesses wird von den Befragten wie folgt eingeschätzt: Für die Geschäftsführung der Betriebe sind Effizienzsteigerungen und die Erfüllung gesetzlicher Vorgaben zentrale Gründe für die Durchführung von Digitalisierungsmaßnahmen. Wenn eine erste Digitalisierungsmaßnahme durchgeführt wurde, führt sie häufig zu weiteren Investitionen in Digitalisierung. Dies ist besonders bei der Digitalisierung unternehmensinterner Prozesse der Fall. Finanzielle Förderung von Digitalisierungsvorhaben löst häufig Folgeinvestitionen in weitere Digitalisierungsschritte aus. Hierbei wird die Zuschussförderung für Investitionen in Digitalisierung als besonders effektives finanzielles Förderinstrument für die Digitalisierung der Betriebe eingeschätzt. Auf Ebene der Erfolgsfaktoren und Hemmnisse zeigt sich, dass der aktuell fehlende betriebswirtschaftliche Druck, die direkten finanziellen Kosten von Digitalisierungsmaßnahmen und fehlende Mitarbeiterqualifikationen die wichtigsten Hindernisse für den Beginn von Digitalisierungsmaßnahmen sind. Einmal begonnene Digitalisierungsmaßnahmen scheitern am häufigsten an fehlender Zeit zur Implementierung, fehlender interner Organisation zur Umsetzung sowie fehlender Mitarbeiterqualifikation. Erfolgsfaktoren bei Digitalisierungsmaßnahmen sind die Einbindung der Mitarbeiter, die finanzielle Förderung sowie die Einbettung der Digitalisierungsmaßnahmen in die Unternehmensstrategie.
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  • Journal Article

    Asymptotic Distribution and Simultaneous Confidence Bands for Ratios of Quantile Functions 

    Dunker, Fabian; Klasen, Stephan; Krivobokova, Tatyana
    Electronic Journal of Statistics 2019; 13(2) p.4391-4415
    Ratios of medians or other suitable quantiles of two distributions are widely used in medical research to compare treatment and control groups or in economics to compare various economic variables when repeated cross-sectional data are available. Inspired by the so-called growth incidence curves introduced in poverty research, we argue that the ratio of quantile functions is a more appropriate and informative tool to compare two distributions. We present an estimator for the ratio of quantile functions and develop corresponding simultaneous confidence bands, which allow to assess significance of certain features of the quantile functions ratio. Derived simultaneous confidence bands rely on the asymptotic distribution of the quantile functions ratio and do not require re-sampling techniques. The performance of the simultaneous confidence bands is demonstrated in simulations. Analysis of expenditure data from Uganda in years 1999, 2002 and 2005 illustrates the relevance of our approach.
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  • Monograph

    Ausbilder der Nation, Integrator und Impulsgeber: Die Rolle des Handwerks im deutschen Bildungssystem 

    Haverkamp, Katarzyna; Proeger, Till
    Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 34
    Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2020
    Die aktuellen Diskussionen um die Stärkung des dualen Ausbildungssystems streben eine stärkere Gleichstellung beruflicher- und akademischer Bildungswege an. In diesem Kontext steht die Frage nach der Rolle der beruflichen Ausbildung im Handwerk für den gesamten Arbeitsmarkt und damit für die Volkswirtschaft. Die Rolle der dualen Ausbildung kann dabei über die veränderten empirischen Ausbildungsmuster sowie die veränderten Funktionszuschreibungen im Zeitverlauf beschrieben werden. In dieser Studie werden Zeitreihen zur beruflichen Bildung sowie die vorhandenen Studien zur Funktionsweise des dualen Bildungssystems genutzt, um für den Zeitverlauf seit 1950 die zentralen Charakteristika und Funktionen des Ausbildungssystems des Handwerks zu beschreiben. Hierbei werden vier Phasen und drei Funktionsverschiebungen identifiziert, die jeweils mit strukturellen Veränderungen im Ausbildungsmarkt einhergehen. Im Ergebnis benennt die Studie folgende zentrale volkswirtschaftliche Funktionen des handwerklichen Qualifizierungssystems: Erstens gilt das Handwerk mit seiner überproportionalen Ausbildungsleistung traditionell als „Ausbilder der Nation“. 28 % der Auszubildenden werden derzeit im Handwerk auf die Tätigkeit auf dem regulären Arbeitsmarkt vorbereitet, wobei tendenziell die Schwerpunktlegung der Ausbildung auf der eigenständigen und problemlösungsorientierten Arbeitsweise als besondere Stärke des handwerklichen Qualifizierungssystems gilt. Zweitens wird dem Handwerk eine arbeitsmarkt- und sozialpolitisch maßgebende Rolle als „sozialer Integrator“ zugeschrieben. Als Integrator übernimmt das Handwerk insbesondere in Zeiten der gesellschaftlichen Umbrüche die Aufgabe, benachteiligte Bevölkerungsgruppen (Geflüchtete, Leistungsschwächere, Altbewerber) systematisch in das Arbeitsleben zu integrieren. Als für diese Aufgabe besonders relevante Stärke des Handwerks gilt die (oft familiengeführte) kleinbetriebliche Betriebsstruktur sowie die Vernetzung und ehrenamtliches Engagement in lokalen Gemeinschaften. Drittens gilt das Handwerk auch zunehmend als Impulsgeber für die transdisziplinären Innovationsprozesse. Als Ergänzung zu akademisch-technologiebasierter Fortentwicklung der Technologien und Produkte, bringen handwerklich qualifizierte Fachkräfte Innovationsimpulse ein, die auf berufsspezifischer Spezialisierung, erfahrungsbasiertem Können und hochentwickelten Fertigkeiten basieren. Die Studie verdeutlicht und diskutiert die Bedeutung und Veränderung dieser Funktionen im Zeitverlauf.
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  • Monograph

    Stellungnahme zur Wiedereinführung der Meisterpflicht im Handwerk 

    Bizer, Kilian; Haverkamp, Katarzyna; Proeger, Till
    Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 31
    Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2019
    Die Abschaffung der Meisterpflicht in einer Reihe von Gewerken im Zuge der Novellierung der Handwerksordnung von 2004 hatte eine Reihe ökonomischer Folgen, die für die Frage nach einer Wiedereinführung der Meisterpflicht relevant sind. Das Volkswirtschaftliche Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen e.V. (ifh Göttingen) erläutert in dieser Stellungnahme für das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie für den Deutschen Bundestag die ökonomischen Effekte der Deregulierung und benennt Forschungslücken. Im Kern stehen sich dabei zwei Effekte gegenüber: positive Wirkungen des erleichterten Marktzugangs und negative Wirkungen auf den Humankapitalaufbau im Handwerkssektor. Da die Rolle der Humankapitalbildung für das nationale Innovationssystem höher zu gewichten ist, spricht sich dieses Gutachten abschließend für eine Wiedereinführung der Meisterpflicht im Handwerk aus.
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  • Monograph

    Ist das noch Handwerk? Eine Untersuchung von Eintragungsund Abgrenzungsprozessen vor dem Hintergrund des technologischen Wandels 

    Runst, Petrik
    Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 33
    Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2019
    Im Verlauf der letzten 80 Jahre schrumpfte der Handwerkssektor. Der Anteil der Handwerker1 an allen Erwerbstätigen sank von ca. 17 % (1934) auf ca. 12 % (2016). In dieser Kurzstudie wird gefragt, ob technologische Veränderungen die Abgrenzung zwischen dem Handwerks- (HWK) und Industrie- und Handelsbereich (IHK) erschweren und dazu führen, dass traditionelle Handwerkstätigkeiten häufiger als IHK-Unternehmen klassifiziert werden. Die Interviews mit Mitarbeitern der Kammern zeigen, dass sich das Problem der Abgrenzung tatsächlich verschärft. Die Zuordnungskriterien sind vor dem Hintergrund der neuen technologischen Bedingungen nicht trennscharf. Allerdings zeigt sich auch, dass die Abgrenzungsprobleme quantitativ zu unbedeutend sind, um die Schrumpfung des Handwerkssektors zu erklären. Außerdem bestehen die größten Abgrenzungsprobleme nicht in einem schrumpfenden, sondern in einem wachsenden Handwerksbereich (den Handwerken für den gewerblichen Bedarf). In den schrumpfenden Bereichen des Handwerks - Bekleidung und Holz – gibt es zwar auch teilweise Abgrenzungsprobleme, diese sind aber quantitativ weniger bedeutend als im Metallbereich und tragen nur unwesentlich zur Schrumpfung bei. Als Tätigkeiten im Bereich Holz und Bekleidung in den letzten 70 Jahren durch neue ersetzt wurden, ergab sich nur selten ein Abgrenzungsproblem, denn die neuen Unternehmen sind i.d.R. klar als Nicht-Handwerksunternehmen einzuordnen. Die Verschiebung von Handwerks- zu Nicht- Handwerksunternehmen erfolgt also „unsichtbar“, insofern als die neuen Nicht- Handwerksunternehmen in Abgrenzungsprozessen kaum auftauchen. Die kreative Zerstörung alter Tätigkeiten und Prozesse vollzieht sich stattdessen oftmals auf globaler Ebene, bspw. durch die Fertigung von Kleidung oder von Möbelstücken im Ausland.
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  • Monograph

    Digitale Plattformen im Handwerk - eine Analyse von MyHammer und ProvenExpert 

    Proeger, Till; Meub, Lukas; Thonipara, Anita; Bizer, Kilian
    Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 32
    Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2019
    Die Entwicklung der Plattformökonomie ist ein zentraler Bestandteil der Digitalisierung der Kunden-Unternehmen-Beziehung, die Gesellschaft und Betriebe gleichermaßen erfasst. Im Handwerk haben sich eine Vielzahl an Plattformangeboten etabliert, die eine zunehmend stärkere Rolle für die Betriebe spielen und deren Relevanz für die Kundenseite in Zukunft Anpassungsbedarfe auf Betriebsseite auslösen wird. Gleichwohl ist der Forschungsstand zu digitalen Plattformen im Handwerk noch begrenzt. Diese Studie adressiert diese Forschungslücke und untersucht die Nutzungsmuster von Handwerksbetrieben auf zwei Plattformen: der Vermittlungsplattform MyHammer sowie der Bewertungsplattform ProvenExpert. Hierbei wird die regionale Dimension der Plattformnutzung, die Verweildauer von Betrieben auf der Plattform und ihre Determinanten sowie die Rolle der Bewertungen von Betrieben analysiert. Auf regionaler Ebene zeigt sich ein starker „Digital Divide“, also ein ausgeprägter Stadt-Land-Unterschied in der Nutzung digitaler Plattformen, der auf verschiedene Informations- und Reputationsmechanismen in urbanen und ländlichen Räumen zurückzuführen ist. Im Fall von MyHammer wird die Dauer der Registrierung in hohem Maße von negativen Bewertungen determiniert, die häufig zu einer Abmeldung des betreffenden Betriebs führen. Im Falle von ProvenExpert ist das aktive Einholen positiver Bewertungen ein zentrales Ziel der Plattformnutzung. Entsprechend sind in beiden Fällen die Durchschnittsbewertungen der länger auf den Plattformen registrierten Betrieben fast ausnahmslos positiv. Somit haben die Bewertungen eine starke Informationsfunktion für potenzielle Kunden und ein kleines Teilsegment des betreffenden Handwerksmarktes und können gleichzeitig als starkes Ausschlusskriterium vom Markt fungieren. Dies führt zu einer Positiv-Auswahl von Betrieben auf den Plattformen; eine umfassende digitale Information über die Betriebe einer Region oder einer Branche ist in dieser Bewertungsstruktur somit nicht gegeben. Abschließend formuliert die Studie aus den Ergebnissen Implikationen hinsichtlich der Anpassung der Betriebe an die künftige Rolle von Vermittlungs- und Bewertungsplattformen im Handwerk.
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  • Journal Article

    Distributional Regression Techniques in Socioeconomic Research on the Inequality of Health with an Application on the Relationship between Mental Health and Income 

    Silbersdorff, Alexander; Schneider, Kai Sebastian
    International Journal of Environmental Research and Public Health 2019; 16(20): Art. 4009
    This study addresses the much-discussed issue of the relationship between health and income. In particular, it focuses on the relation between mental health and household income by using generalized additive models of location, scale and shape and thus employing a distributional perspective. Furthermore, this study aims to give guidelines to applied researchers interested in taking a distributional perspective on health inequalities. In our analysis we use cross-sectional data of the German socioeconomic Panel (SOEP). We find that when not only looking at the expected mental health score of an individual but also at other distributional aspects, like the risk of moderate and severe mental illness, that the relationship between income and mental health is much more pronounced. We thus show that taking a distributional perspective, can add to and indeed enrich the mostly mean-based assessment of existent health inequalities.
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  • Journal Article

    The effect of bigger human bodies on the future global calorie requirements 

    Depenbusch, Lutz; Klasen, Stephan
    PLOS ONE 2019; 14(12): Art. e0223188
    Existing studies show how population growth and rising incomes will cause a massive increase in the future global demand for food. We add to the literature by estimating the potential effect of increases in human weight, caused by rising BMI and height, on future calorie requirements. Instead of using a market based approach, the estimations are solely based on human energy requirements for maintenance of weight. We develop four different scenarios to show the effect of increases in human height and BMI. In a world where the weight per age-sex group would stay stable, we project calorie requirements to increases by 61.05 percent between 2010 and 2100. Increases in BMI and height could add another 18.73 percentage points to this. This additional increase amounts to more than the combined calorie requirements of India and Nigeria in 2010. These increases would particularly affect Sub-Saharan African countries, which will already face massively rising calorie requirements due to the high population growth. The stark regional differences call for policies that increase food access in currently economically weak regions. Such policies should shift consumption away from energy dense foods that promote overweight and obesity, to avoid the direct burden associated with these conditions and reduce the increases in required calories. Supplying insufficient calories would not solve the problem but cause malnutrition in populations with weak access to food. As malnutrition is not reducing but promoting rises in BMI levels, this might even aggravate the situation
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  • Journal Article

    TWENTY‐FIRST‐CENTURY TRADE GOVERNANCE: FINDINGS FROM THE COMMONWEALTH COUNTRIES 

    Khorana, Sangeeta; Martínez‐Zarzoso, Inmaculada
    Contemporary Economic Policy
    To investigate the factors contributing to pioglitazone-induced edema, we analyzed sodium excretion and several clinical parameters before and after administration of pioglitazone. We analyzed these parameters before and after 8 weeks of administration of pioglitazone to female subjects with type 2 diabetes. When we evaluated whether a significant correlation was found between salt excretion and blood pressure, six patients showed such correlation and 20 patients did not. After 8 weeks of pioglitazone administration, five patients had developed edema, and, surprisingly, such correlation was not found in all five subjects. Salt excretion after administration of pioglitazone was significantly lower in subjects who developed edema and those who showed the correlation, and the hematocrit was significantly lower after administration in the subjects who showed the correlation, but not in the edema group. Pioglitazone-induced edema would be caused not only by fluid retention, but also by other factors, such as vascular permeability.
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  • Journal Article

    Equality prescribed? Contextual determinants of citizens’ support for gender boardroom quotas across Europe 

    Möhring, Katja; Teney, Céline
    Comparative European Politics
    We provide the first cross-national comparative study of citizens’ support for affirmative action policies in the economy using the example of gender quotas for company boards. In contrast to previous studies, we focus on the contextual level and analyse how factors related to political institutions and actors, and economic and social structure shape citizens’ support and the gap in support between men and women. We apply multilevel regression analyses of Eurobarometer data for 27 European countries. Levels of support and gender gaps in support for boardroom quotas vary largely between countries. Contextual factors related to existing quota laws, gender equality in social and economic life, and public opinion towards state intervention are important determinants of cross-national variation. Our results point to an ambiguous relationship of support for gender quotas and actual gender equality in a country. Citizens’ endorsement of quotas is low in countries with high levels of formal gender equality. Support is higher in countries where interventionist policies are widely accepted. Also, existing quota laws are positively related to citizens’ support of boardroom quotas.
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  • Journal Article

    The Presentation of Self as Good and Right: How Value Propositions and Business Model Features are Linked in the Sharing Economy 

    Wruk, Dominika; Oberg, Achim; Klutt, Jennifer; Maurer, Indre
    Journal of Business Ethics 2019; 159(4) p.997-1021
    The sharing economy as an emerging field is characterized by unsettled debates about its shared purpose and defining characteristics of the organizations within this field. This study draws on neo-institutional theory to explore how sharing organizations position themselves vis-à-vis such debates with regard to (1) the values these organizations publicly promote to present themselves as “good” sharing organizations and (2) the business model features they make visible to appear as having the “right” organizational model. This study examines the online self-representations of 62 prototypical sharing organizations in Germany with regard to value propositions and business model features. A semantic network analysis of the features reveals two distinct categories of sharing organizations: grassroots initiatives and platform-based organizations. By showing how value propositions and business model features are linked in the sharing economy, the findings indicate the different legitimation strategies of grassroots initiatives and platform-based organizations, which we term “sustainability by model” and “sustainability by feature.” These findings broaden our understanding of the strategies that organizations apply to cope with societal expectations in the emerging sharing economy.
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  • Journal Article

    Prevalence and factors associated with underweight children: a population-based subnational analysis from Pakistan 

    Kumar, Ramesh; Abbas, Faisal; Mahmood, Tahir; Somrongthong, Ratana
    BMJ Open 2019; 9(7): Art. e028972
    OBJECTIVES: This study aims to determine the prevalence of and factors associated with underweight children under the age of 5 in Punjab, Pakistan. DESIGN: We analysed cross-sectional household-level subnationally representative Multiple Indicator Cluster Survey. SETTINGS: Punjab province, Pakistan. PARTICIPANTS: 24 042 children under 5 years of age. DATA ANALYSIS: Multilevel multivariate logistic regression analysis. RESULTS: Prevalence of moderately and severely underweight children was found to be (33.3% and 11.3%, respectively). Multivariate multilevel logistic regression results show that as the child grows older the likelihood of the child being underweight increases significantly (eg, children between 12 and 23 months are one and half times more likely to be underweight, whereas children between the ages of 36 and 47 months are two and a half times more likely to be underweight). Gender was found to be another significant factor contributing to underweight prevalence among children under the age of 5. The likelihood of a girl child being underweight is more than that of a boy child being underweight (OR 0.92, 95% CI 0.8 to 1.0). Similarly, a child whose birth order is three or more is two times more likely to be underweight (OR 1.96, 95% CI 1.5 to 2.5) relative to a child of a lower birth order. Moreover, diarrhoea also significantly increases the likelihood of the child being underweight (OR 1.31, 95% CI 1.1 to 1.5). Child size is another determinant for underweight prevalence among children under 5, for example, a child with a size smaller than average at the time of birth is 2.7 times more likely to be moderately underweight than a child with an average or larger than average size at the time of birth. CONCLUSION: Rigorous community-based interventions should be developed and executed throughout the province to improve this grave situation of underweight prevalence in Punjab. Mother's education should be uplifted by providing them formal education and providing awareness about the importance of proper nutrition for children.
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  • Journal Article

    Public good provision by large groups – the logic of collective action revisited 

    Weimann, Joachim; Brosig-Koch, Jeannette; Heinrich, Timo; Hennig-Schmidt, Heike; Keser, Claudia
    European Economic Review 2019; 118 p.348-363
    The organization of collective action is extremely important for societies. A main reason is that many of the key problems societies face are public good problems. We present results from a series of laboratory experiments with large groups of up to 100 subjects. Our results demonstrate that large groups, in which the impact of an individual contribution ( MPCR ) is almost negligible, are able to provide a public good in the same way as small groups in which the impact of an individual contribution is much higher. Nevertheless, we find that small variations in MPCR in large groups have a strong effect on contributions. We develop a hypothesis concerning the interplay between MPCR and group size, which is based on the assumption that the salience of the advantages of mutual cooperation plays a decisive role. This hypothesis is successfully tested in a second series of experiments. Since Mancur Olson’s “Logic of collective action”it is a commonly held belief that in large groups the prospects of a successful organization of collective actions are rather bad. Our results, however, suggest that the chance to successfully organize collective action of large groups and to solve important public good problems is much higher than previously thought.
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  • Journal Article

    Legitimacy and institutional change in international organisations: a cognitive approach 

    Lenz, Tobias; Viola, Lora Anne
    Review of International Studies 2017; 43(5) p.939-961
    Why are some institutional designs perceived as more legitimate than others, and why is the same institutional design sometimes perceived as legitimacy-enhancing in one setting and not in another? In a world in which most international organisations (IOs) do not fully embody societal values and norms, such as democratic participation and equal treatment, why do legitimacy deficits in some organisations lead to pressure for institutional change while in others they are tolerated? These are important questions given that many analysts have diagnosed a ‘legitimacy crisis’ of IOs, but we argue that existing approaches are ill equipped to answer them. We show that the existing legitimacy literature has an implicit model of institutional change – the congruence model – but that this model has difficulty accounting for important patterns of change and non-change because it lacks microfoundations. We argue that attributions of legitimacy rest on perceptions and this implies the need to investigate the cognitive bases of legitimacy. We introduce a cognitive model of legitimacy and deduce a set of testable propositions to explain the conditions under which legitimacy judgments change and, in turn, produce pressures for institutional change in IOs.
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  • Journal Article

    Students and society in the 2020s. Three future ‘histories’ of education and technology 

    Macgilchrist, Felicitas; Allert, Heidrun; Bruch, Anne
    Learning, Media and Technology p.1-14
    As social science fiction, this paper imagines three possible futures for education and technology. Among the most important technologies emerging today are data-aggregating technologies such as AI, affective computing, adaptive or predictive software, clouds and platforms. The paper is not, however, directed at specific technologies, but at indeterminate sociotechnical configurations. Set in 2040, it offers three ‘histories’ of the 2020s. Might students become (i) ‘smooth users’, improving themselves in the pursuit of frictionless efficiency within a post-democratic frame created by large corporations, (ii) ‘digital nomads’, seeking freedom, individualism and aesthetic joy as solopreneurs exploiting state regulations and algorithmic rules while stepping out of the state and deeply into the capitalist new economy, or (iii) participatory, democratic, ecological humans embedded in ‘collective agency’ that see institutions as spaces for exploring more equitable ways of living? The paper reflects on the future research and the political, educational and technological decisions which would make each of these three fictional future histories more or less likely.
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  • Monograph

    Strukturanalyse zur Digitalisierung des Handwerks in Südniedersachsen 

    Thonipara, Anita; Proeger, Till; Bizer, Kilian
    Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 30
    Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2019
    Die digitale Transformation erfasst die handwerklichen Betriebsstrukturen, Branchen und Regionen auf sehr unterschiedliche Weise. Regionale Strategien zur gezielten Förderung der technologischen Wissensdiffusion innovativer digitaler Technologien zu Handwerksbetrieben erfordern daher ein differenziertes Bild des regions- und branchenspezifischen Standes der Digitalisierung. Diese Studie erhebt und analysiert fünf verschiedene Datenquellen, die in der Zusammenschau differenzierte Aussagen zum Stand der Digitalisierung in Südniedersachsen erlauben: die Strukturkennziffern der Handwerkszählung, die Bedarfsanalyse Digitalisierung des Kompetenzzentrums Digitales Handwerk, die Automatisierungswahrscheinlichkeiten für Handwerksberufe des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, die Nutzungshäufigkeiten von Homepages und Social-Media durch Handwerksbetriebe sowie die Nutzungsdaten der digitalen Plattformen MyHammer und ProvenExpert. Die für diesen Zweck und in diesem regionalen Zuschnitt zum ersten Mal analysierten Datenquellen erlauben eine regionale Charakterisierung verschiedener Aspekte der digitalen Transformation, die als Grundlage der Weiterentwicklung regionaler Förderstrategien dienen können.
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  • Monograph

    Soloselbstständigkeit im Handwerk: Ergebnisse des Mikrozensus 2014 

    Haverkamp, Katarzyna
    Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 29
    Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2019
    Der vorliegende Beitrag untersucht auf Basis der Daten des Mikrozensus 2014 die zentralen Strukturmerkmale der Soloselbstständigkeit im Handwerk. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Beschreibung der sozialen Lage der Soloselbstständigen in Handwerksberufen, welche in erster Linie durch die Statistiken zu persönlichen Nettoeinkommen und Haushaltseinkommen sowie ihre Verteilung erfasst wird. Die Ergebnisse der Analyse zeigen: Bei den Soloselbstständigen in Handwerksberufen handelt es sich insgesamt um eine sehr heterogene Gruppe, bei der bestimmte Bevölkerungsgruppen, gemessen an ihrem Anteil im Gesamthandwerk, deutlich überrepräsentiert sind. So befinden sich unter den Soloselbstständigen signifikant mehr Frauen, EU-Ausländer, Personen im Rentenbezugsalter, alleinlebende Personen und Teilzeittätige. Gleichzeitig lässt sich beobachten, dass die Soloselbstständigen im Durchschnitt über höhere Bildungsabschlüsse verfügen als abhängig Beschäftigte. Insbesondere der Anteil der Abiturienten und der Hochschulabsolventen ist deutlich erhöht. Die Statistiken zu den persönlichen Nettoeinkommen nach Erwerbsform zeigen insgesamt, dass die Soloselbstständigen hinsichtlich ihrer Einkommenssituation eher den abhängig Beschäftigten als den Selbstständigen mit Beschäftigten ähneln. Die mittleren Nettoeinkommen der Soloselbstständigen (Durchschnitt: 1.681 €, Median: 1.489 €) liegen deutlich unterhalb der mittleren Einkommen der Selbstständigen mit Beschäftigten (jeweils 2.678 € und 2.255 €) und leicht unterhalb der mittleren Einkommen der abhängig Beschäftigten (1.728 € und 1.629 €). Die soziodemografischen Merkmale und die Teilzeittätigkeit erklären einen Großteil der Einkommensunterschiede zwischen den Soloselbstständigen und den abhängig Beschäftigten. Es zeigt sich hingegen nicht, dass die soloselbstständige Wirtschaftsweise primär von denjenigen Personen gewählt wird, die über eine überdurchschnittlich gute Absicherung im sozialen Kontext verfügen. Insgesamt erzielen 20 % der Soloselbstständigen im Hauptstatus persönliche Nettoeinkommen unterhalb der Armutsgefährdungsschwelle für einen Ein-Personen-Haushalt. Dies bedeutet, dass Soloselbstständigkeit aktuell nicht pauschal mit einer prekären Wirtschafts- bzw. Lebensweise in Verbindung gebracht werden kann. Zwar gelten für die Soloselbstständigen zweifelsohne deutlich erhöhte Risiken für niedrige persönliche Einkommen. Die meisten Soloselbstständigen (80 %) sind jedoch nicht dem Niedrigeinkommensbereich zuzurechnen. 12 % der Soloselbstständigen können sogar hohe persönliche Einkommen (im Wertebereich von über 3.057 € im Monat) verzeichnen. Als problematisch kann demzufolge weniger die aktuelle Einkommenslage der Soloselbstständigen im Handwerk eingeschätzt werden, vielmehr die Ungleichstellung unterschiedlicher Erwerbsformen im Hinblick auf die Pflichten zur sozialen Absicherung.
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  • Monograph

    CO2-Bepreisungen in Handwerksunternehmen – Ökonomische Szenarien zu Kostenwirkung und Anpassungsreaktionen 

    Runst, Petrik; Thonipara, Anita; Röben, Felix; mit Unterstützung der Mitarbeiter der Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz (MIE)
    Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 28
    Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen, 2019
    • Die Mehrkostenbelastung durch eine zusätzliche CO2-Bepreisung von 40, 60 bzw. 120 Euro pro Tonne verursacht – ungeachtet des konkreten Bepreisungsinstruments (Mengensteuerung mit Zertifikatehandel, Abgaben- oder Steuerlösung) aufgrund der heterogenen Betriebsstrukturen und Arbeitsweisen in den sieben ausgewählten Handwerkszweigen sehr unterschiedliche Mehrkosten. • Dabei belaufen sich die Mehrkosten durchschnittlich (über alle Unternehmen und Handwerkszweige hinweg) auf ca. 150 Euro pro Mitarbeiter und Jahr (bei 60 € / t) bzw. 300 Euro pro Mitarbeiter und Jahr (bei 120 € / t). • Größere Unternehmen werden prinzipiell weniger stark getroffen als kleinere Unternehmen, da sie tendenziell energieeffizienter arbeiten. • Eine Abschaffung der EEG-Umlage würde die Einführung einer CO2-Bepreisung von 60/120 Euro pro Tonne nahezu bis vollständig kompensieren, d.h. es ergäben sich in der kurzen Frist kaum Mehrkosten für die Handwerksunternehmen im Falle einer CO2-Bepreisung bei gleichzeitiger Streichung der EEG-Umlage. • Ohne entsprechende Kompensation der CO2-Mehrkosten durch die Streichung der EEG-Umlage oder andere Instrumente wie z.B. eine Pauschalzahlung nach Schweizer Vorbild ist davon auszugehen, dass Handwerksunternehmen Anpassungsmaßnahmen durchführen, um die Mehrkosten zu reduzieren. Zwei wesentliche Anpassungskanäle wurden untersucht – Energieeffizienzmaßnahmen und die Ersetzung CO2-intensiver Energieträger. • Kurzfristig, d.h. innerhalb von ca. 4 Jahren, können die untersuchten Maßnahmen die CO2-Emissionen - und damit die Mehrkosten - zwar teilweise senken, allerdings fallen die Investitionskosten recht hoch aus, sodass davon ausgegangen werden kann, dass nur wenige Anpassungsmaßnahmen vollzogen werden.
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