The peer-reviewed working paper series "Gender(ed) thoughts. New perspectives in Gender Research" makes the work of affiliates of the Goettingen Centre for Gender Studies (GCG) visible and allows them to publish preliminary and project-related results. It aims at interdisciplinary exchange among Humanities, Social Sciences as well as Life Sciences and invites researchers to publish their results on Gender Studies. The series is open to theoretical discussions on established and new approaches in Gender Studies as well as results based on empirical data or case studies. Additionally, the series aims to reflect on Gender as an individual and social perspective in academia and day-to-day life.

More information about the series of the Göttingen Centre for Gender Studies (GCG)

Recent Submissions

  • Working Paper

    Time to Sync or Swim – some gendered thoughts 

    Mayer, Katrin
    Gender<ed> thoughts; 2020, vol. 1, [5]
    Göttinger Centrum für Geschlechterforschung: Göttingen, 2020
    Time to Sync or Swim ist der Titel einer kollaborativen, installativen Arbeit von Katrin Mayer und Eske Schlüters aus dem Jahr 2016, die in der Kunsthalle Lingen, im Heidelberger Kunstverein und in der M.1 Arthur-Boskamp Stiftung in Hohenlockstedt in unterschiedlichen Versionen gezeigt wurde. Sie besteht aus einer akustisch-binauralen Spur – einem Hörspiel das über Kopfhörer empfangen wird, sowie einer materiell-räumlichen Spur – einem installativen Gefüge, durch das sich die Besu- cher_innen während dem Hören frei bewegen. Dies ermöglicht, dass es die Rezipient_innen sind, die eigene Beziehungen und Überlagerungen des Akustischen, Visuellen und Haptischen produzieren. Ausgehend von Virginia Woolfs Roman Orlando (1928) beschäftigt sich die Arbeit inhaltlich mit Fra- gen von Wahrnehmung, sowie digitaler Identitäts- und Geschlechterkonstruktion, deren denkbar komplexeste Vervielfältigungen aktuell in der sogenannten Otherkin-Bewegung auf der Internetplatt- form Tumblr anzufinden sind. Neben dem Identifizieren mit anderen Wesen, Tieren aber auch Pflanzen oder Dingen gibt es eine große Ausdifferenzierung was die sexuelle Orientierung angeht. Im Beitrag für die gender[ed] thoughts entstand, das gegebene Style Sheet appropriierend, eine neue und erweiterte Textcollage, die auf die bestehende Audio-Spur von Time to Sync or Swim aufbaut. Die Bildmontagen im zweiten Teil setzen sich aus Ausstellungsansichten und Recherchematerial zusammen und wurden für den Band Visualität und Abstraktion / Eine Aktualisierung des Figur-Grund-Verhältnisses (Hg. von Hanne Loreck in Zusammenarbeit mit Jana Seehusen, Hamburg 2017) entworfen.
    View Document Abstract
  • Working Paper

    Wirksamer Gegenzauber? Magie, Neuer Materialismus und zeitgenössische Kunst 

    Witzgall, Susanne
    Gender<ed> thoughts; 2020, vol. 1, [4]
    Göttinger Centrum für Geschlechterforschung: Göttingen, 2020
    Die relationale Onto-Epistemologie des Neuen Materialismus bietet dem Magischen ein zeitgemäßes Refugium. Sie kann wie das magische Denken als transformatorische diagrammatische Praxis einer alternativen Wahrnehmung von und Partizipation in der Wirklichkeit verstanden werden, die auch als wirksamer ‚Gegenzauber’ gegen hegemoniale Wissensstrukturen und dualistische – gerade auch ge- schlechtlich bestimmte – Herrschaftsformen fungiert. Der Aufsatz zeigt anhand aktueller künstlerischer Arbeiten von Mariechen Danz und Lea Porsager, wie in der zeitgenössischen Kunst diese Nähe zwischen neomaterialistischem und magischem (widerständigem) Denken evident wird und sich nicht zuletzt im Motiv des (magischen) Diagramms manifestiert. Er schlägt darüber hinaus einen Bogen zu Gloria Anzaldúas Borderland-Theorie und zeigt, wie sich die erwähnte transformato- rische diagrammatische Praxis des Neuen Materialismus, des magischen Denkens oder Anzaldúas’ mestiza-Bewusstseins um Körper im Werden dreht – Körper, die durch ihre Grenzüberschreitungen als Inbegriff vielfältiger Potenzialitäten zu deuten sind.
    View Document Abstract
  • Working Paper

    Einleitung zum Special Issue: Die unendliche Zirkulation des Wissens. Auseinandersetzungen und Arbeitsweisen mit den Theorien und Methoden der 'Critical Feminist Materialisms' 

    Hanitzsch, Konstanze
    Gender<ed> thoughts; 2020, vol. 1, [1]
    Göttinger Centrum für Geschlechterforschung: Göttingen, 2020
    View Document
  • Working Paper

    Die unendliche Zirkulation des Wissens 

    Hanitzsch, Konstanze; Schlender, Alicia
    Gender<ed> thoughts; 2020, vol. 1 [Sonderausgabe]
    Göttinger Centrum für Geschlechterforschung: Göttingen, 2020
    Diese Sonderausgabe ist hervorgegangen aus Vorträgen der Reihe des Göttinger Centrums für Vorträge, Debatten und Diskussionen um und über den feministischen Materialismus“, die von Mai 2017 bis Februar 2018 an der Georg-August-Universität Göttingen gehalten wurden. Vier dieser Vorträge erscheinen in dieser zweiten Sonderausgabe der gender<ed> thoughts. Sie beleuchten unterschiedliche Themen, Ansätze und Blickwinkel auf die CFMs, die den Leser*innen neue Zugänge, kritische Anregungen und aktuelle wissenschaftliche und künstlerische Auseinandersetzungen mit den CFMs ermöglichen sollen.
    View Document Abstract
  • Working Paper

    Caring with Nature/s: Zur transformativen Bedeutung von Care in More Than Human Worlds 

    Gottschlich, Daniela; Katz, Christine
    Gender<ed> thoughts; 2020, vol. 1, [2]
    Göttinger Centrum für Geschlechterforschung, 2020
    Der Beitrag geht davon aus, dass Menschen in die organische, anorganische und technisch veränderte Welt in wechselseitiger Abhängigkeit eingebettet bzw. von dieser materiell-physisch wie auch diskur- siv durchdrungen sind. Analog zu Puig de la Bellacasa wird Caring daher nicht als wählbare Option beschrieben, sondern als eine unverzichtbare Notwendigkeit für alle Wesen, eine übergeordnete Prak- tik von ontologischer Signifikanz, die auch eine politische Dimension beinhaltet. Denn darüber wer- den Qualitäten und Strukturen des Kollektiven mitgestaltet. In diesem Artikel wird begründet, warum ontologische Relationalität zum Ausgangspunkt politischer Gestaltungspraxis von Natur/en gemacht werden sollte, und es wird diskutiert, wie die politisch-ökologische Dimension von Care weiterentwi- ckelt und für die sozial-ökologische Transformation in Richtung Nachhaltigkeit genutzt werden kann. In diesem Zusammenhang werden die konzeptionellen Eckpfeiler und Schlüsselbegriffe einer poli- tisch-ökologischen Theorie von Care entfaltet und zur Diskussion gestellt. Konkretisiert wird ihre Bedeutung für die politische Gestaltung gesellschaftlicher Naturverhältnisse am Beispiel des Kampfes um den Hambacher Forst.
    View Document Abstract
  • Working Paper

    Agentieller Realismus meets Epigenetik 

    Krall, Lisa
    Gender<ed> thoughts; 2020, vol. 1, [3]
    Göttinger Centrum für Geschlechterforschung, 2020
    In this article I discuss how to read studies from the field of environmental epigenetics with Karen Barad’s agential realism. Barad developed a diffractive methodology but also in her latest work questions how to further find suitable tools for considering entanglements (Barad 2017). I am interested in how to trace intraactions and entanglements in epigenetic research and which guiding principles for this project I can find in Barad’s work as well as in epigenetics. In my PhD project I work out links between Barad’s work and environmental epigenetics which will guide my analysis of epigenetic studies. My aim is to propose an agential realistic interpretation and undertake a diffractive reading of environmental epigenetics.
    View Document Abstract
  • Working Paper

    Weiblicher Phallizismus' im deutschen Hip Hop : SXTNs FTZN IM CLB zwischen weiblicher Selbstermächtigung und Rekonstitution des Patriarchats 

    Riggert, Mirja
    Gender<ed> thoughts; 2019, vol. 1
    Göttinger Centrum für Geschlechterforschung, 2019
    Das Berliner Hip Hop-Duo SXTN ist vor allem wegen seiner provokanten Texte bekannt, die der männlich geprägten Rhetorik des Battle- und Gangsta-Rap entlehnt sind. Der vorliegende Beitrag analysiert ihr 2016 veröffentlichtes Musikvideo FTZN IM CLB hinsichtlich des emanzipatorischen Potentials, das den beiden Rapperinnen in der medialen Betrachtung vielfach attestiert wird. In einer konfigurativen Bild-Text-Ton-Analyse werden gendertheoretische Annahmen auf das Musikstück bezogen. Es wird gezeigt, dass über die Inszenierung aggressiver Schwesternschaft in FTZN IM CLB phallogozentrische Weiblichkeitsbilder dekonstruiert werden, indem feminine Topoi mit männlich konnotierten Verhaltensweisen verflochten werden. Zugleich zeigt sich aber auch, dass über die mimetische Adaption eines männlichen Habitus ein derivativer Status der weiblichen Position re-zementiert wird. Dafür ist besonders das von Angela McRobbie eingeführte Konzept des ‚weiblichen Phallizismus‘ (2009) bedeutsam, das in der phallischen Frau eine Re-Stabilisierung der Geschlechterhierarchie sieht. In SXTNs Rhetorik der Selbstbehauptung wird deutlich, wie sich dieses Konzept unter dem Deckmantel einer weiblichen Ermächtigung manifestiert
    View Document Abstract
  • Working Paper

    Geschlechtergerechte Sprache in der Wissenschaft: Gebrauch und Motivation 

    Ivanov, Christine; Lange, Maria B.; Tiemeyer, Tabea; Ptok, Martin
    Gender<ed> thoughts; 2019, vol. 2
    Göttinger Centrum für Geschlechterforschung, 2019
    Seit den 1970ern ist geschlechtergerechte Sprache (ggS) im deutschen Sprachraum ein Thema. Die Diskussionen wandelten sich dabei stark. Ging es erst vorrangig um Sichtbarkeit von Frauen, stehen seit den 1990ern Heteronormativitätskritik und die Suche nach inklusiven Sprachformen im Vordergrund. Die vertretenen Positionen haben sich nicht abgelöst, sondern ergänzen sich teilweise oder stehen nebeneinander (in Konflikt). Trotz einer gewissen Institutionalisierung hat ggS ins wissenschaftliche Register kaum Aufnahme gefunden. Dabei ist Sprachwandel besonders wirksam, wenn statushohe Gruppen ihn vorleben. Zudem ist ggS exakter als ‚generische‘ Maskulina. Über ihren Gebrauch von ggS sowie ihre Präferenz bestimmter Formen, bzw. Hinderungsgründe für deren Verwendung, wurden in einer Online-Erhebung 290 Wissenschaftler_innen aus Geschlechterforschung und Medizin befragt. Die Ergebnisse wurden deskriptiv ausgewertet und dann hinsichtlich geschlechtertheoretischer Überlegungen reflektiert.
    View Document Abstract
  • Working Paper

    Biopolitics and Displaced Bodies 

    Ince, Güler
    gender<ed> thoughts; 7
    Göttinger Centrum für Geschlechterforschung, 2018
    For a geographic “place” to become a “homeland” or “home”, a community sharing a common cultural background has to take root there. The acquired place then forms part of the “body” of that community. Displacement turns individuals and communities into fragile entities by cutting their connection with their “place” and depriving them of their histories and bodies. The concepts of “borders” and “biopolitics” have gained prominence in the context of liberal nation states. In the view of persistent banishment, forced displacement, and population exchange in many parts of the world, contemporary border enforcement based on biopolitics serves to maintain control over bodies. This article will analyse depictions of the phenomena of exile, migration, immigration, and refuge/asylum in modern art with reference to the concept of biopolitics.
    View Document Abstract
  • Working Paper

    Song of My Mother 

    Yilmaz, Tebessüm
    gender<ed> thoughts; 6
    Göttinger Centrum für Geschlechterforschung, 2018
    In the 1990s, Bakur (also known as ‘Turkish Kurdistan’) was exposed to mass state-inflicted violence. To supress the Kurdish insurgence and cut off the logistic support of the PKK (the Kurdistan Workers’ Party; Kurdish: Partiya Karkerên Kurdistanê), the Turkish state introduced new war strategies, such as forced disappearances and village evacuations executed by its security forces (TSK) and state- fostered counter-paramilitary forces (JİTEM, Hizbullah), leading to the displacement of three million people. Within a couple of years, thousands of Kurdish people were tortured, mutilated and forcibly disappeared. Their whereabouts remain unknown. This article investigates how state violence in the 1990s is depicted, represented, and recreated via cinematic narration. Erol Mintaş’s first feature film Song of My Mother (Annemin Şarkısı/2014) serves as a case study to analyse how forced displacement and resettlement of Kurds are visualised. Further, this account focuses on how the violence is remembered, represented, and recreated and which emotions are revealed while dealing with the traumatic events of the past and, finally, how the past is imagined and commemorated in the present. The visualisation and memorialisation of the 1990s in Kurdish culture contrast with the official Turkish discourse on memory and also provide a basis for collective societal confrontation.
    View Document Abstract
  • Working Paper

    National Belonging and Violent Norms of Gendered Migrant Citizenship 

    Dinkelaker, Samia
    gender<ed> thoughts; 5
    Göttinger Centrum für Geschlechterforschung, 2018
    This article takes into view negotiations over the behaviour of Hong Kong-based Indonesian domes-tic workers as morally upright and respectable citizens. In collaboration with private agencies, the Indonesian government has actively promoted the temporary outmigration of female workers into low-waged and precarious employment arrangements as a strategy to combat unemployment and generate remittances, foreign exchange and development. The Indonesian labour migration program is, however, faced with the public’s anxieties and indignation over migrant domestic workers’ experi-ences of gender-based violence abroad and concerns over national dignity. As pointed out by a num-ber of feminist studies, “labor brokerage states” (Rodriguez 2010) meet the gendered contradictions of their labour migration programmes with appeals to migrant domestic workers’ morality. This arti-cle makes use of Judith Butler’s notion of “normative violence” (Butler 1999, 2004) to frame these appeals as subtle forms of discipline that police and regulate Indonesian migrant domestic workers. It addresses the strong role of female morality in defining which workers deserve protection and which workers can adequately represent the Indonesian nation on the international stage. By taking the case of Hong Kong-based Indonesian domestic workers’ self-organised and distinct enactment of a na-tional ritual on Independence Day 2014, I discuss how they appropriate norms of national belonging and how at the same time they challenge the subtle forms of violence inherent in moralising notions of gendered “migrant citizenship” (Rodriguez 2010).
    View Document Abstract
  • Working Paper

    Introduction to the Special Issue Gender and Violence in Contexts of Migration and Displacement 

    Hofmann, Susanne; Senoguz, Hatice Pinar
    gender<ed> thoughts; 4
    Göttinger Centrum für Geschlechterforschung, 2018
    This special issue originates from the Summer Symposium Reconsidering gender-based violence in the context of displacement and migration held at the Georg-August University of Göttingen on 6-7th July 2017. The working papers explore different forms of gender violence, avoiding the pitfalls of a mainstream feminism that reproduces stereotypes of victimhood and marginalisation. Instead, the authors emphasise the role of power in relation to various kinds of gender violence, paying attention to the intricate inequalities that structure victims’ lives. The authors contribute to intersectional and actor-focused understandings of gender violence in conditions of mobility within or across borders of nation states.
    View Document Abstract
  • Anthology

    Gender and Violence in Contexts of Migration and Displacement 

    Hofmann, Susanne; Senoguz, Hatice Pinar
    gender<ed> thoughts; 4
    Göttinger Centrum für Geschlechterforschung, 2018
    This special issue originates from the Summer Symposium Reconsidering gender-based violence in the context of displacement and migration held at the Georg-August University of Göttingen on 6-7th July 2017. The working papers explore different forms of gender violence, avoiding the pitfalls of a mainstream feminism that reproduces stereotypes of victimhood and marginalisation. Instead, the authors emphasise the role of power in relation to various kinds of gender violence, paying attention to the intricate inequalities that structure victims’ lives. The authors contribute to intersectional and actor-focused understandings of gender violence in conditions of mobility within or across borders of nation states.
    View Document Abstract
  • Working Paper

    “Go hard or go home!” 

    Kiep, Peter
    gender<ed> thoughts; 3
    Göttinger Centrum für Geschlechterforschung, 2017
    Der gegenwärtige Trend der Körpermodellierung hat in den letzten Jahren ebenso stetig Veränderungen erfahren wie das kommerzielle Fitnessstudio als ein anerkannter Ort der Artikulation moderner Körperlichkeit. Dies zeigt sich insbesondere an den gestiegenen Ansprüchen hinsichtlich gesellschaftlich akzeptierter Körperideale. Dabei bedingt das Sporttreiben im Fitnessstudio positive wie auch negative Erfahrungen, die an das Aussehen und die sportliche Leistung gebunden sind. Hiervon ausgehend nimmt die vorliegende Studie an der Schnittstelle von Sportwissenschaften und Geschlechterforschung die Frage in den Blick, welche Bedeutung diverse Körper(-formen) für die Anerkennung junger Männer innerhalb der Fitnessszene haben. Hierbei werden zum einen positive Anerkennungserfahrungen basierend auf der richtigen Selbstinszenierung sowie der sportlichen Leistung deutlich. Zum anderen werden Abhängigkeiten zwischen Hierarchien unter Männern, körperbezogenen Diskriminierungstendenzen und der selbstbestimmten Teilnahme am körpermodellierenden Sport sichtbar.
    View Document Abstract
  • Working Paper

    Zur symbolischen Kastration von traditionellen Männlichkeiten 

    Schwanke, Julia
    gender<ed> thoughts; 2
    Göttinger Centrum für Geschlechterforschung: Göttingen, 2017
    Die österreichische Schriftstellerin Elfriede Jelinek (*1946) gilt als Autorin, die durch die überspitzte Darstellung der männlichen Herrschaft patriarchale Herrschaftsformen kritisiert. Der vorliegende Beitrag analysiert zwei Romane Jelineks der 1980er Jahre aus gendertheoretischer Sicht: Die Ausgesperr-ten und Die Klavierspielerin. Es wird gezeigt, dass Jelinek über eine einfache Patriarchatskritik hinaus-geht, indem sie die männliche Herrschaft ad absurdum führt – sie führt symbolisch kastrierte Männ-lichkeiten als Persiflage einer traditionellen Männlichkeit vor. Für die Analyse werden soziologische geschlechts- und klassentheoretische Ansätze mit einer Methode zur Figurenanalyse verbunden. Mi-chael Meusers Ansatz, welcher Raewyn Connells Konzept der hegemonialen Männlichkeit mit Pierre Bourdieus Habitus-Konzept verbindet, wird in die Figurenanalyse Jens Eders integriert. Dadurch wird die Performanz von Männlichkeit in Jelineks Prosa sichtbar(er) gemacht und in den Kontext ei-ner doppelten Distinktions- und Dominanzlogik eingeordnet. Im Zuge der Analyse wird deutlich, dass die männlichen Figuren, welche sich bei der Konstruktion ihrer Männlichkeit am Ideal der he-gemonialen Männlichkeit orientieren, zum Scheitern verurteilt sind. Sie können den Anforderungen, die das Patriarchat mit der Verkörperung einer hegemonialen Männlichkeit an sie stellt, nicht gerecht werden. Jelinek kastriert sie symbolisch.
    View Document Abstract
  • Working Paper

    (Wie) Die O-Phase verändern? 

    Volpers, Simon; Brodersen, Folke
    gender<ed> thoughts; 1
    Göttinger Centrum für Geschlechterforschung: Göttingen, 2017
    Basierend auf qualitativen Erhebungen (teilnehmende Beobachtung, themenzentriert-narratives Inter-view) in den‚ Orientierungsphasen der Studienfächer Physik, Wirtschaftswissenschaften und Sozialwissenschaften werden Göttinger Praxen studentischer Hochschuleinführung rekonstruiert. Diese erfahren in öffentlich-medialen wie hochschulinternen Diskursen eine zunehmende Kritik. Der Beitrag folgt den sich andeutenden Diskursbewegungen, die auf Basis der strukturellen Eigenlogiken der sog. O-Phase verortet und kontrastiert werden. Erörtert werden eine Grundstruktur des Exzesses, darin eingebettete, gewaltförmige vergeschlechtlichte und sexualisierte Praxen sowie die Funktionalität und Anschlussfähigkeit dieser Form des Studieneinstiegs innerhalb gegenwärtiger Transformationen der Hochschule. Der Beitrag entwickelt eine empirisch fundierte Perspektivierung, Zusammenführung und Reformulierung von Kritik.
    View Document Abstract