Die Schriftenreihe SowiPro dient der regelmäßigen Veröffentlichung aktueller Forschungsergebnisse aus Lehrforschungsprojekten der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen. SowiPro repräsentiert vielfältige Arbeiten, die sich mit sozialwissenschaftlichen Fragestellungen beschäftigen und im Rahmen von forschungsorientierten Seminaren oder in Form von Abschlussarbeiten von Studierenden der Sozialwissenschaften bearbeitet wurden.

Beiträge von Dozierenden, Studierenden wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sozialwissenschaftlichen Fakultät sind ausdrücklich gewünscht und können unter studiendekanat@sowi.uni-goettingen.de eingereicht werden.

Recent Submissions

  • Anthology

    Deutsche Erinnerung - Nationalsozialismus: 

    Kunst, Klaas
    SowiPro; 1
    Georg-August-Universität Göttingen, 2020
    Das vorliegende Buch entstand im Rahmen des Lehrforschungsprojektes ‚Deutsche Erinnerung – Nationalsozialismus‘ im Sommersemester 2019 an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen, die sehr output-orientiert geplant war. Es wurden außerdem viele Poster, Artikel für wiki-goettingen.de und eine Online-Stadtführung produziert. Auf der Basis gemeinsamer Informationen, wie eine Nation die eigene Vergangenheit aufarbeiten kann, verfassten die Studierenden nach eigenem Interesse Artikel zu unterschiedlichen Themen, die sich mit bestimmten Orten wie dem Holocaust-Mahnmal oder Stolpersteinen und auch mit der Erinnerung in Unternehmen oder bei der Bundeswehr auseinandersetzten. Bestimmende Faktoren für die das individuelle Erinnern werden ebenso untersucht wie die Wichtigkeit der Definitionsmacht im Streit um Erinnerungen und ob sich die Einstellungen gegenüber den Sinti und Roma nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in der BRD geändert haben. Das Thema Widerstand zeigt sich in Untersuchungen über die Motive von Helferinnen und Helfern, über die Weiße Rose und in der Kölner Kontroverse um die Ehrenfelder Gruppe und die Edelweißpiraten, aber auch im Beitrag über Adam von Trott, der Alumnus der Göttinger Universität ist. Ebenfalls werden in Bezug zu Göttingen die Bücherverbrennung 1933 und die Vertreibung der jüdischen Bevölkerung untersucht und - nachdem es in der Göttinger Staats- und Universitätsbibliothek einen großen Bestand an geraubten Büchern gibt – das Kunst- und Literaturverständnis der Nationalsozialisten beleuchtet. Es sind interessante Artikel zu unterschiedlichen Themen entstanden, die unter dem Leitmotiv der aktiven Erinnerung zusammengehalten werden. In allen Beiträgen wird über Aufarbeitung der Vergangenheit des Nationalsozialismus geschrieben. Unter anderem dadurch zeigt sich die aktive Erinnerungslandschaft Deutschlands, die nicht nur Regierungsmeinungen, sondern auch einen größeren Diskurs zulässt, um die Gräuel der NS-Zeit nicht vergessen zu lassen.
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