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    • Monograph

      Strukturanalyse zur Digitalisierung des Handwerks in Südniedersachsen 

      Thonipara, Anita; Proeger, Till; Bizer, Kilian
      Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 30
      Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2019
      Die digitale Transformation erfasst die handwerklichen Betriebsstrukturen, Branchen und Regionen auf sehr unterschiedliche Weise. Regionale Strategien zur gezielten Förderung der technologischen Wissensdiffusion innovativer digitaler Technologien zu Handwerksbetrieben erfordern daher ein differenziertes Bild des regions- und branchenspezifischen Standes der Digitalisierung. Diese Studie erhebt und analysiert fünf verschiedene Datenquellen, die in der Zusammenschau differenzierte Aussagen zum Stand der Digitalisierung in Südniedersachsen erlauben: die Strukturkennziffern der Handwerkszählung, die Bedarfsanalyse Digitalisierung des Kompetenzzentrums Digitales Handwerk, die Automatisierungswahrscheinlichkeiten für Handwerksberufe des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, die Nutzungshäufigkeiten von Homepages und Social-Media durch Handwerksbetriebe sowie die Nutzungsdaten der digitalen Plattformen MyHammer und ProvenExpert. Die für diesen Zweck und in diesem regionalen Zuschnitt zum ersten Mal analysierten Datenquellen erlauben eine regionale Charakterisierung verschiedener Aspekte der digitalen Transformation, die als Grundlage der Weiterentwicklung regionaler Förderstrategien dienen können.
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    • Monograph

      Soloselbstständigkeit im Handwerk: Ergebnisse des Mikrozensus 2014 

      Haverkamp, Katarzyna
      Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 29
      Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2019
      Der vorliegende Beitrag untersucht auf Basis der Daten des Mikrozensus 2014 die zentralen Strukturmerkmale der Soloselbstständigkeit im Handwerk. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Beschreibung der sozialen Lage der Soloselbstständigen in Handwerksberufen, welche in erster Linie durch die Statistiken zu persönlichen Nettoeinkommen und Haushaltseinkommen sowie ihre Verteilung erfasst wird. Die Ergebnisse der Analyse zeigen: Bei den Soloselbstständigen in Handwerksberufen handelt es sich insgesamt um eine sehr heterogene Gruppe, bei der bestimmte Bevölkerungsgruppen, gemessen an ihrem Anteil im Gesamthandwerk, deutlich überrepräsentiert sind. So befinden sich unter den Soloselbstständigen signifikant mehr Frauen, EU-Ausländer, Personen im Rentenbezugsalter, alleinlebende Personen und Teilzeittätige. Gleichzeitig lässt sich beobachten, dass die Soloselbstständigen im Durchschnitt über höhere Bildungsabschlüsse verfügen als abhängig Beschäftigte. Insbesondere der Anteil der Abiturienten und der Hochschulabsolventen ist deutlich erhöht. Die Statistiken zu den persönlichen Nettoeinkommen nach Erwerbsform zeigen insgesamt, dass die Soloselbstständigen hinsichtlich ihrer Einkommenssituation eher den abhängig Beschäftigten als den Selbstständigen mit Beschäftigten ähneln. Die mittleren Nettoeinkommen der Soloselbstständigen (Durchschnitt: 1.681 €, Median: 1.489 €) liegen deutlich unterhalb der mittleren Einkommen der Selbstständigen mit Beschäftigten (jeweils 2.678 € und 2.255 €) und leicht unterhalb der mittleren Einkommen der abhängig Beschäftigten (1.728 € und 1.629 €). Die soziodemografischen Merkmale und die Teilzeittätigkeit erklären einen Großteil der Einkommensunterschiede zwischen den Soloselbstständigen und den abhängig Beschäftigten. Es zeigt sich hingegen nicht, dass die soloselbstständige Wirtschaftsweise primär von denjenigen Personen gewählt wird, die über eine überdurchschnittlich gute Absicherung im sozialen Kontext verfügen. Insgesamt erzielen 20 % der Soloselbstständigen im Hauptstatus persönliche Nettoeinkommen unterhalb der Armutsgefährdungsschwelle für einen Ein-Personen-Haushalt. Dies bedeutet, dass Soloselbstständigkeit aktuell nicht pauschal mit einer prekären Wirtschafts- bzw. Lebensweise in Verbindung gebracht werden kann. Zwar gelten für die Soloselbstständigen zweifelsohne deutlich erhöhte Risiken für niedrige persönliche Einkommen. Die meisten Soloselbstständigen (80 %) sind jedoch nicht dem Niedrigeinkommensbereich zuzurechnen. 12 % der Soloselbstständigen können sogar hohe persönliche Einkommen (im Wertebereich von über 3.057 € im Monat) verzeichnen. Als problematisch kann demzufolge weniger die aktuelle Einkommenslage der Soloselbstständigen im Handwerk eingeschätzt werden, vielmehr die Ungleichstellung unterschiedlicher Erwerbsformen im Hinblick auf die Pflichten zur sozialen Absicherung.
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      CO2-Bepreisungen in Handwerksunternehmen – Ökonomische Szenarien zu Kostenwirkung und Anpassungsreaktionen 

      Runst, Petrik; Thonipara, Anita; Röben, Felix; mit Unterstützung der Mitarbeiter der Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz (MIE)
      Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 28
      Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen, 2019
      • Die Mehrkostenbelastung durch eine zusätzliche CO2-Bepreisung von 40, 60 bzw. 120 Euro pro Tonne verursacht – ungeachtet des konkreten Bepreisungsinstruments (Mengensteuerung mit Zertifikatehandel, Abgaben- oder Steuerlösung) aufgrund der heterogenen Betriebsstrukturen und Arbeitsweisen in den sieben ausgewählten Handwerkszweigen sehr unterschiedliche Mehrkosten. • Dabei belaufen sich die Mehrkosten durchschnittlich (über alle Unternehmen und Handwerkszweige hinweg) auf ca. 150 Euro pro Mitarbeiter und Jahr (bei 60 € / t) bzw. 300 Euro pro Mitarbeiter und Jahr (bei 120 € / t). • Größere Unternehmen werden prinzipiell weniger stark getroffen als kleinere Unternehmen, da sie tendenziell energieeffizienter arbeiten. • Eine Abschaffung der EEG-Umlage würde die Einführung einer CO2-Bepreisung von 60/120 Euro pro Tonne nahezu bis vollständig kompensieren, d.h. es ergäben sich in der kurzen Frist kaum Mehrkosten für die Handwerksunternehmen im Falle einer CO2-Bepreisung bei gleichzeitiger Streichung der EEG-Umlage. • Ohne entsprechende Kompensation der CO2-Mehrkosten durch die Streichung der EEG-Umlage oder andere Instrumente wie z.B. eine Pauschalzahlung nach Schweizer Vorbild ist davon auszugehen, dass Handwerksunternehmen Anpassungsmaßnahmen durchführen, um die Mehrkosten zu reduzieren. Zwei wesentliche Anpassungskanäle wurden untersucht – Energieeffizienzmaßnahmen und die Ersetzung CO2-intensiver Energieträger. • Kurzfristig, d.h. innerhalb von ca. 4 Jahren, können die untersuchten Maßnahmen die CO2-Emissionen - und damit die Mehrkosten - zwar teilweise senken, allerdings fallen die Investitionskosten recht hoch aus, sodass davon ausgegangen werden kann, dass nur wenige Anpassungsmaßnahmen vollzogen werden.
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    • Monograph

      Homepage-Nutzung im Handwerk – Eine sektorale und regionale Analyse 

      Proeger, Till; Thonipara, Anita; Bizer, Kilian
      Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 27
      Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2019
      Um den Digitalisierungsgrad im Bereich der Kundenwerbung und -bindung im Handwerk zu analysieren, wurde eine Webscraping-Analyse durchgeführt. Hierbei wurden Daten der Gelben Seiten sowie Handwerker-Homepages abgerufen und analysiert, wobei Informa­tionen zur Branche, zur regionalen Verortung, zur Aktualität und zur Social-Media-Einbindung von Betrieben abgerufen und mit regionalökonomischen und soziodemografischen Daten verknüpft wurden. Insgesamt können auf Basis von rund 345.000 Betriebseinträgen und 105.000 damit verknüpften Homepages die grundlegenden Strukturen der Digitalisierung des Online-Marketings im Handwerk präsentiert werden. Es zeigen sich starke branchenspezifische Unterschiede bei der Verfügbarkeit von Homepages: Das Gesundheitsgewerbe weist mit 44 % den höchsten Anteil an Betrieben mit einer Homepage auf, das Lebensmittelgewerbe und die Handwerke für den privaten Bedarf mit rund 20 % den niedrigsten Anteil. Die höchste Aktualität ihrer Homepages zeigen Betriebe aus dem Gesundheits-, Lebensmittel- und Kraftfahrzeuggewerbe. Social-Media-Einbindungen auf den Seiten sind verbreitet, wobei Facebook relativ häufig und in vielen Branchen genutzt wird, Twitter und Instagram nur in einzelnen Branchen. Die aus dieser Analyse resultierenden Durchschnittszahlen von rund 30 % Homepage-Nutzung und ca. 10 % Social-Media-Nutzung fügen sich inhaltlich sinnvoll in die bisherigen Umfrageergebnisse zur Digitalisierung im Handwerk ein. Auf regionaler Ebene zeigt sich, dass die Homepage-Häufigkeit in Städten bis zu doppelt so hoch ist wie in ländlichen Räumen. Es kann gezeigt werden, dass die Bevölkerungsdichte eine zentrale Erklärung für den Digitalisierungsgrad dieser Form des Online-Marketings darstellt. Unter Berücksichtigung weiterer soziodemografischer Variablen zeigt sich: Die höchste Wahrscheinlichkeit, Homepages zu haben, weisen Kreise mit hoher Bevölkerungsdichte, relativ junger Bevölkerung, hohen Zuzugsraten, höherem durchschnittlichen Bildungsniveau bei den Beschäftigten und hohem Handwerksumsatz auf. Die Verfügbarkeit von Breitbandinternet hat in ländlich geprägten Kreisen einen positiven Zusammenhang mit der Homepage-Wahrscheinlichkeit, während sich in Kreisen mit Verstädterungsansätzen ein negativer Zusammenhang zeigt. Es gibt folglich viele ländliche Kreise mit schnellem Internet und stärker ausgeprägtem Digitalmarketing; kausale Zusammenhänge können jedoch aus den Daten nicht abgeleitet werden. Dieses nach Branchen und Regionstypen differenzierte Bild des Online-Marketings im Handwerk kann als betriebswirtschaftlich sinnvolle Reaktion auf Markterfordernisse, aber auch als Aufholbedarf im Wettbewerb um Kunden und Fachkräfte interpretiert werden. Eine Verstärkung der Bemühungen zur Ausweitung der digitalen Präsenz des Handwerks kann einen zweckmäßigen Einstieg in weitere digitale Transformationsprozesse darstellen.
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    • Monograph

      Ende des Erfahrungswissens? Akademisierung und Innovationsfähigkeit von KMU 

      Thomä, Jörg
      Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 26
      Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2019
      Der vorliegende Beitrag geht der Frage nach, wie der anhaltende Trend zur Akademisierung der Berufswelt im Hinblick auf die Innovationsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zu bewerten ist. Die Ergebnisse machen deutlich, dass die duale Berufsausbildung und darauf aufbauende Fortbildungen hierzulande ein breites Reservoir an Hochqualifizierten schaffen, das wie akademisch ausgebildetes Personal auch dazu in der Lage ist, innovative Tätigkeiten im Unternehmen auszuüben. Gerade für die Innovationsfähigkeit von KMU ist dies wichtig, weil diese zur Deckung ihres Personalbedarfs in hohem Maße am Berufsbildungssystem partizipieren. In der Folge spielt der beruflichbetriebliche Bildungstyp mit seiner Betonung auf personengebundenem, schwer zu formalisierendem Erfahrungswissen eine Schlüsselrolle für die Hervorbringung von Innovationen im KMU-Sektor. Wie im Beitrag ferner deutlich wird, weist das Berufsbildungssystem unter Innovationsgesichtspunkten verschiedene Vorteile auf, von denen gerade kleinere Unternehmen profitieren. In engem Zusammenhang hierzu steht die spezifische Fähigkeit zahlreicher Unternehmen im deutschen Mittelstand, auch ohne eigene Forschung und Entwicklung (FuE) innovativ tätig zu sein. In diesen Unternehmen werden Innovationsprozesse stark durch personengebundenes Erfahrungswissen und anwendungsnahes interaktives Lernen bestimmt. Hierdurch ergibt sich eine „andere Spielart“ des Innovierens, in deren Rahmen beruflich Qualifizierten (zumindest bislang) eine zentrale Bedeutung zukommt. Weil das Vorhandensein von akademisch geschultem Personal oft die Vorbedingung für den Einstieg in komplexere FuE-Aktivitäten ist, treibt freilich die Akademisierung die Innovationstätigkeit im KMU-Sektor bis zu einem gewissen Grad auch voran. Gerade in technisch-naturwissenschaftlichen Bereichen dürften daher akademische Qualifikationen weiter an Bedeutung für die Innovationsfähigkeit von KMU gewinnen. Angesichts der Tatsache, dass sich insbesondere im mittleren Qualifikationssegment der beruflich Ausgebildeten bereits heute ausgeprägte Fachkräfteengpässe abzeichnen und zugleich das Angebot an Akademikerinnen und Akademikern wahrscheinlich weiter zunehmen wird, stellt sich allerdings die Frage, ob viele KMU in Zukunft stärker auf Hochschulabsolventen zurückgreifen werden, weil sie diese tatsächlich brauchen oder aber weil sie die eigentlich benötigten beruflich qualifizierten Experten und Spezialisten nicht mehr finden können. Aus diesem Blickwinkel geht von der Akademisierung also durchaus eine Gefahr für die Innovationsfähigkeit von KMU aus. Anstrengungen zur Stärkung des Innovationspotenzials von KMU sollten daher auch in Zeiten der Akademisierung die Rolle erfahrungsgeleiteten Lernens und damit den beruflichbetrieblichen Bildungstyp im Blick behalten.
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    • Monograph

      Soziale Lage und Alterssicherung Selbstständiger im Handwerk - Literaturüberblick und Forschungsagenda 

      Thonipara, Anita; Proeger, Till; Haverkamp, Katarzyna
      Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 25
      Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2019
      Die sozioökonomische Lage und die Alterssicherung Selbstständiger im Handwerk ist ein wirtschafts-, sozial- und handwerkspolitisch relevantes Forschungsfeld, innerhalb dessen aktuell Diskussionen zur Weiterentwicklung der Struktur der Altersvorsorge im Handwerk geführt werden. Auf wissenschaftlicher Seite besteht jedoch ein Mangel an empirischer Grundlagenforschung, welche der politischen Diskussion als Entscheidungsgrundlage bereitgestellt werden kann. Der vorliegende Literaturüberblick leistet daher eine Zusammenfassung der wissenschaftlichen Studien zur Alterssicherung selbstständiger Handwerker in Deutschland und formuliert auf Basis dessen eine Forschungsagenda, um dieser Forschungslücke zu begegnen. Hierin wird zunächst eine repräsentative Strukturerhebung auf Basis des Mikrozensus skizziert. Aufbauend auf dieser Grundlagenanalyse wird eine Clusteranalyse der verschiedenen Einkommens- und Vorsorgetypen innerhalb der handwerklichen Selbstständigen beschrieben, die durch eine Verhaltensanalyse auf Basis qualitativer Forschung ergänzt wird. Insgesamt leistet diese Studie somit eine kompakte Zusammenfassung des Forschungsstands und einen Vorschlag zur künftigen empirischen Forschung.
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      Der Digitalisierungsindex für das Handwerk. Eine ökonomische Analyse des Digitalisierungs-Checks des Kompetenzzentrums Digitales Handwerk 

      Runst, Petrik; Bartelt, Karen; Fredriksen, Kaja; Meyer-Veltrup, Linda; Pirk, Walter; Proeger, Till
      Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 24
      Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen, 2018
      Im Auftrag des Kompetenzzentrums Digitales Handwerk hat das ifh Göttingen eine ökonomische Auswertung der durch den Digitalisierungs-Check gewonnenen Daten, erstellt. Der Digi-Check ist in fünf Themenbereiche eingeteilt: Kunden und Lieferanten, Prozesse, Geschäftsmodelle, Mitarbeiter sowie IT-Sicherheit, deren Relevanz und Umsetzungsgrad für das jeweilige Unternehmen von einem Vertreter des Betriebs (online oder mit einem/r Berater/in der Handwerksorganisation) eingeschätzt wurde. Anhand der Auswertung von rund 350 durch Betriebe ausgefüllten Fragebögen kann eine empirische Analyse des Digitalisierungsgrades des deutschen Handwerks erfolgen sowie Gründe für Unterschiede zwischen Gewerbegruppen und Betrieben verschiedener Strukturmerkmale gezeigt werden. Hieraus lassen sich eine Reihe von Erkenntnissen ableiten. • Größere und umsatzstärkere Unternehmen sind stärker digitalisiert. • Abgesehen davon spielen strukturelle Eigenschaften der Betriebe eine geringe Rolle, auch sind die Unterschiede zwischen den Gewerbegruppen eher klein. • Zu zeigen sind aber stark digitalisierte Kundenbeziehungen der Handwerke für den privaten Bedarf und der Gesundheitsgewerbe, stark digitalisierte Geschäftsmodelle bei den Kfz-Gewerben und insgesamt geringe Umsetzungsgrade bei den Lebensmittelhandwerken, aber gleichzeitig eine starke Wahrnehmung des Veränderungsbedarfs in dieser Hinsicht. • Es zeigen sich durchgängig hohe Werte für die Umsetzung von IT-Sicherheitsmaßnahmen. • Es gibt starke innere Zusammenhänge zwischen den Teilkomponenten – die Digitalisierung ist als umfassender Veränderungsprozess im Unternehmen zu verstehen; lediglich Einzelkomponenten zu verändern scheint schwierig zu sein, abgesehen von der IT-Sicherheit. • Viele Maßnahmen und Maßnahmenbereiche werden gemeinsam umgesetzt. Es kommt relativ selten vor, dass ein Unternehmen nur einzelne Maßnahmen umsetzt. • Es kann vermutet werden, dass es eine zeitliche Abfolge von Digitalisierungsschritten gibt, die nacheinander ausgeführt werden. Erst wird die IT-Sicherheit verbessert, dann werden Mitarbeiter geschult und schließlich werden alle anderen Bereiche umgesetzt. • Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Unterstützungsangebote sinnvollerweise dazu dienen können, den „digitalen Stein ins Rollen“ zu bringen. Wenn das Unternehmen begonnen hat zu digitalisieren, wird der Prozess aus sich heraus weitergetrieben.
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      Handwerksunternehmen und handwerkliche Qualifikationen – empirische Hinweise zur Rolle des Handwerks im Innovationssystem 

      Thomä, Jörg
      Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 23
      Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2018
      Der vorliegende Beitrag sucht nach empirischen Hinweisen zur Rolle des Handwerks im deutschen Innovationssystem. Folgerichtig stehen im Rahmen der Untersuchung zunächst die Handwerksunternehmen mit den dort tätigen Personen im Fokus des Interesses. Wie erwartet zeigt sich diesbezüglich, dass neben der Bauwirtschaft ein Schwerpunkt der Handwerkswirtschaft auf dem Verarbeitenden Gewerbe liegt. Handwerksunternehmen sind dort insbesondere in nicht-forschungsintensiven Branchen ansässig. Die in der Wirtschafts- und Innovationspolitik häufig unterschätzte Rolle, welche auch dieser Teil des Verarbeitenden Gewerbes für den Innovationsstandort Deutschland spielt, steht folglich in engem Zusammenhang zum Innovationsgeschehen in der Handwerkswirtschaft. Gleichzeitig entfällt eine nennenswerte Zahl der Handwerksbeschäftigten aber auch auf forschungsintensive Branchen des Verarbeitenden Gewerbes. Es ist davon auszugehen, dass es sich hierbei um besonders innovative Bereiche der Handwerkswirtschaft handelt. Daneben bestätigt der vorliegende Beitrag, dass die in der Innovationsberichterstattung übliche Messung von hochqualifizierten Arbeitsplätzen über den Akademikeranteil gerade mit Blick auf die Handwerkswirtschaft zu kurz greift. Die Auswertung zeigt, dass auch in Handwerksunternehmen viele Arbeiten auf anspruchsvolle Experten- und Spezialistentätigkeiten entfallen. Diese werden jedoch meist nicht von Akademikern, sondern von beruflich qualifizierten Fachkräften ausgeführt. Der beruflich-betriebliche Bildungstyp bildet damit die entscheidende Kompetenzbasis für die Innovationsfähigkeit der Handwerksunternehmen. Wie erwartet ist unter den Handwerksbeschäftigten der Anteil derjenigen, die sich im Unternehmen kontinuierlich mit Forschung und Entwicklung (FuE) befassen, zwar wesentlich niedriger als in der Industrie. Dies lässt jedoch nicht den Umkehrschluss zu, dass Handwerksunternehmen deshalb automatisch weniger innovationsaktiv seien. Die Ergebnisse der empirischen Auswertung deuten vielmehr darauf hin, dass trotz der geringen FuE-Intensität der Handwerksunternehmen die Kreativitätsanforderungen an die in der Handwerkswirtschaft tätigen Personen vergleichsweise hoch sind. Dies erklärt, warum Industrie und Handwerk im Falle verschiedener outputseitiger Innovationsindikatoren kaum auseinanderliegen. Die Stärken der Handwerksunternehmen liegen in diesem Zusammenhang weniger im Bereich der originären Technologieentwicklung zur Hervorbringung von radikalen Neuerungen, sondern vielmehr in der Bereitstellung von verbesserten oder neu angepassten Produkten, Dienstleistungen und Prozessen. Diese entstehen meist im Rahmen anwendungsnaher Problemlösungsfindung und im engen Austausch mit der Kundenseite („Innovation ohne FuE“). Gleichzeitig stellt das Handwerk im Rahmen seiner Funktion als Multiplikator und Technologiemittler sicher, dass FuE-intensive Neuerungen der Industrie in die Breite getragen werden und so die volkswirtschaftlich wichtige Diffusion neuen technologischen Wissens gelingt. Neben der eigentlichen Handwerkswirtschaft steht auch der weiter gefasste „Qualifizierungsbereich Handwerk“ im Fokus der Untersuchung. Die Ergebnisse machen diesbezüglich deutlich, dass das Handwerk nach wie vor als Fachkräftezubringer für die anderen gewerblichen Bereiche der deutschen Wirtschaft fungiert. Diese Fachkräftezubringer-Funktion hat für den Innovationsstandort Deutschland eine nicht zu unterschätzende Bedeutung. Demnach sind viele der abgewanderten Gesellen und Meister inzwischen in besonders innovationsstarken Branchen tätig. Insbesondere in der forschungsintensiven Industrie üben sie häufig komplexe Experten- und Spezialistentätigkeiten in FuE-benachbarten Unternehmensbereichen aus. Außerhalb des Handwerks tätige Personen mit handwerklicher Qualifikation sind daher häufig in innovativen Arbeitsumgebungen zu finden. Unter volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten ist folglich von positiven externen Effekten auszugehen, die im Innovationssystem vom Qualifizierungsbereich Handwerk auf die gesamte gewerbliche Wirtschaft ausstrahlen.
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    • Monograph

      Handwerk im ländlichen Raum 

      Runst, Petrik; Haverkamp, Katarzyna
      Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 22
      Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen, 2018
      Das Handwerk ist ländlich. Der Beschäftigungsbeitrag des Handwerks in ländlichen Regionen ist 33 % höher als in den städtischen Regionen. Gerade in diesen Räumen, welche eine niedrigere Wirtschaftsleistung aufweisen als Städte, übernimmt das Handwerk eine stabilisierende Funktion, vermindert Armut, integriert Jugendliche in das Arbeitsleben und schafft eine lebenswerte Umgebung. Dennoch spielt das Handwerk auch in den Städten eine wichtige Rolle. In den meisten der 402 deutschen Kreise liegt der Anteil der Handwerker an allen Erwerbstätigen über 10 %. Die vorliegende Kurzstudie widmet sich jedoch vornehmlich den ländlichen Räumen, die man als handwerkswirtschaftliche Kernregionen bezeichnen kann. Folgende Fragen werden in dieser Kurzstudie beantwortet: 1. Welche Funktionen erfüllt das Handwerk in ländlichen Räumen? Produkt- und Dienstleistungsinnovationen in Handwerksunternehmen erzeugen positive Impulse für die regionale Wirtschaft. Außerdem integrieren Handwerksunternehmen Jugendliche mit niedrigeren Bildungsabschlüssen in den regionalen Arbeitsmarkt und wirken somit Armut und Abwanderung entgegen. Und schließlich übernehmen Handwerksunternehmen eine Versorgungsfunktion in dünn besiedelten Räumen. 2. Gibt es besondere Merkmale handwerklicher Regionen? Handwerksregionen unterscheiden sich in bestimmten Merkmalen deutlich von Nicht-Handwerksregionen. Sie weisen ein niedrigeres Pro-Kopf-Einkommen auf und sind vorrangig ländlich geprägt. In Handwerksregionen gibt es dennoch weniger Armut als in vergleichbaren Nicht-Handwerksregionen und die Bevölkerungsentwicklung verläuft langfristig stabiler. 3. Welche Regionen profitieren von der GRW-Strukturförderung (Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“)? Handwerksregionen erhalten eine geringere Fördersumme als Nicht-Handwerksregionen. Die bisherige Strukturförderung kommt Siedlungsräumen zugute, welche am stärksten durch die Schrumpfung betroffen sind. Wenn man das Ziel einer räumlichen Strukturförderung prinzipiell akzeptiert, stellt sich hier die Frage, ob eine Förderung der am stärksten schrumpfenden Regionen als nachhaltig angesehen werden kann. Stattdessen wäre über eine Förderung von strukturschwachen Wirtschaftsräumen nachzudenken, welche ein Mindestmaß an zukünftiger Bestandsfestigkeit aufweisen. 4. Einmal Handwerksregion – immer Handwerksregion? Wie lange überdauern regionale wirtschaftliche Strukturen? Es kann gezeigt werden, dass Regionen, deren Wirtschaftsstruktur 1926 bereits stark vom Handwerk geprägt wurde, heute wieder zu den Handwerksregionen zählen. Es gibt weiterhin Hinweise darauf, dass die Wurzeln dieser strukturellen Stabilität noch weiter in der Vergangenheit liegen und im Zusammenhang mit bestimmten landwirtschaftlichen Strukturen im 19. Jahrhundert stehen.
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      Ausgewählte Literatur mit Handwerksrelevanz - Ein kommentierter Überblick, Teil II 

      Haverkamp, Katarzyna; Müller, Klaus; Runst, Petrik; Fredriksen, Kaja
      Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 21
      Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2018
      Die Internationalisierung der Forschungslandschaft hat die Geschwindigkeit des Erkenntniserwerbs deutlich erhöht. Es gibt nun Hunderte von Wissenschaftlern aus allen Teilen der Erde, die um Publikationen in einem Bereich konkurrieren. Gleichzeitig erhöht sich die Kleinteiligkeit der Forschung. Leider vergrößert sich durch diese Professionalisierung die Distanz zwischen der wissenschaftlichen Community und den praktischen Anwendern der gewonnenen Erkenntnisse. Demzufolge ist es für politische Akteure und unternehmensnahe Organisationen sehr zeitaufwändig, die relevanten Diskussionen in der Fachliteratur zu verfolgen. Die vorliegende Spezialbibliografie verfolgt den Zweck, die Kluft zwischen wissenschaftlichem Fachpublikum und praxisnaher Anwendung zu verringern. Sie richtet sich primär an Handwerkskammern, handwerkliche Fachverbände und alle politischen Akteure mit Handwerksbezug. Die Mitarbeiter des ifh Göttingen haben zwölf wichtige Veröffentlichungen mit Handwerksbezug aus der Flut von wissenschaftlichen Artikeln und Büchern der letzten Jahre gefiltert. Die Artikel wurden prägnant und verständlich zusammengefasst und auf ihre Kernaussagen reduziert. Jeder Forschungsbeitrag wurde zudem im Hinblick auf seine praktischen Implikationen für das Handwerk sowie kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) kurz kommentiert. Es kristallisierten sich in diesem Prozess drei Themenkomplexe mit aktueller politischer Relevanz heraus. Kapitel 2 befasst sich mit Fragen der Deregulierung der Handwerksordnung. Wissenschaftliche Arbeiten zu dem Themenbereich Mindestlohn und Tarifpolitik finden sich in Kapitel 3. Das Kapitel 4 umfasst Beiträge zum Themenbereich Duale Berufsausbildung. Kapitel 5 beinhaltet schließlich einen Beitrag zu Exporten im Handwerk. Am Ende findet sich ein Schlagwortregister, mit dem der Leser noch gezielter einzelne Themengebiete ansteuern kann. Innerhalb des DHI-Institutsverbands hat das ifh Göttingen eine Literatur-Leitstellenfunktion inne. In diesem Zusammenhang unterhält es im deutschsprachigen Raum die umfangreichste Handwerksbibliothek mit auch vielen handwerkshistorischen Publikationen. Des Weiteren stellt das Institut ein Online-Literatur-Recherche-Tool zur Verfügung, mit dem handwerksrelevante Texte in einer stetig aktualisierten und erweiterten Literaturdatenbank gefunden werden können. In der Vergangenheit wurden jährliche Bibliografien veröffentlicht, welche die Forschungsliteratur zum Thema KMU und Handwerk auflisteten. Aufgrund der veränderten Nutzergewohnheiten wurde das bisherige Bibliografie-Format eingestellt. Die vorliegende Publikation gliedert sich in die Aktivitäten ein, die das ifh im Rahmen seiner Literatur-Leitstellenfunktion übernimmt. Die neue Bibliografie wird in Zukunft in unregelmäßigen Abständen erscheinen.
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    • Monograph

      Aus Erfahrung innovativ! Der Lern- und Innovationsmodus im Handwerk - Am Beispiel von Orgel und Lehm 

      Schulze, Benjamin W.; Thomä, Jörg
      Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 20
      Göttingen: Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2018
      Kleine Handwerksunternehmen innovieren anders als große Industrieunternehmen. Das implizite Erfahrungswissen der einzelnen handwerklichen Könner bildet für diese Betriebe die zentrale Innovationsgrundlage. Da sich Handwerker solches Wissen vorwiegend im Zuge partizipativer und interaktiver Lernprozesse aneignen, kommt die vorliegende Untersuchung zu dem Schluss: Wer im Handwerk nicht mit anderen Akteuren interagiert, lernt schlichtweg nicht viel Neues und bringt sich um zentrale Innovationspotenziale. Diese jedoch sind entscheidend für die Sicherung der langfristigen unternehmerischen Wettbewerbsfähigkeit. Ausgehend von der zentralen Hypothese, dass Handwerker mit ihrem Erfahrungswissen über ein intrinsisches Innovationspotenzial verfügen, befasst sich der vorliegende Beitrag mit dem institutionellen Kontext des Zusammenhangs aus erfahrungsdominiertem Lernen und Innovieren am Beispiel von zwei ausgewählten Handwerksbereichen: dem traditionsreichen Orgelbau und dem erst seit den 1980er Jahren wiederbelebten Lehmbau. Die Untersuchung zeigt erstens, welche institutionellen Rahmenbedingungen in den beiden Handwerksbereichen Einfluss auf Innovationsprozesse nehmen und, zweitens, an diesen beiden Beispielen, inwiefern das deutsche Handwerk über geeignete Institutionen der Wissensteilung verfügt. Zu diesem Zweck identifiziert die qualitative Untersuchung im Sinne einer Anreiz- und Hemmnisanalyse innovationsfördernde und -hemmende Elemente des institutionellen Arrangements und formuliert, drittens, erste Empfehlungen für eine auf die Bedürfnisse von Handwerksbetrieben abgestimmte Innovationsförderung. Wissensteilende Interaktionen zwischen Menschen und zu Handwerksobjekten bilden einen zentralen Dreh- und Angelpunkt für die inkrementell ablaufenden Innovationsprozesse im Handwerk. Innovationen entwickeln sich stets im Kontext solcher zwischenmenschlichen Interaktionen, die im Falle der untersuchten Handwerksbereiche sieben zentrale Akteursgruppen involvieren. Lernorte im Handwerk sind somit immer auch Interaktionsräume. In den vergangenen Jahren weist der Betrieb als der bedeutungsvollste Interaktionsraum allerdings Tendenzen auf, die die Lern- und Innovationsprozesse mittel- und langfristig negativ beeinflussen werden: Denn die entsprechenden Interaktionsräume schrumpfen und eine zunehmende zwischenbetriebliche Kooperation vermag diese Entwicklungen bislang nicht ausreichend zu kompensieren. Damit dies gelingt, bedarf es der Etablierung neuer überbetrieblicher Interaktionsräume im Handwerk, die weitgehend wettbewerbsneutral und barrierefrei gestaltet sind. Diese dienen nicht nur zur Substituierung, sondern können darüber hinaus bisher ungenutzte Innovationspotenziale aktivieren. Zukünftige Forschungsanstrengungen sollten sich der Aufgabe widmen, hierfür den Entscheidungsträgern in Politik und Handwerksorganisation geeignete Wege aufzuzeigen. Gelingt die Etablierung der Interaktionsräume in der Praxis, dann gilt im Handwerk auch weiterhin: Aus Erfahrung innovativ!
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    • Monograph

      Neue Daten zu den Auswirkungen der Teilderegulierung des Handwerks 2004 

      Müller, Klaus
      Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 19
      Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2018
      Die Novellierung der Handwerksordnung 2004 war ein gravierender Einschnitt in das Gefüge der deutschen Handwerkswirtschaft. In der vorliegenden Studie werden neue empirische Daten präsentiert, welche die Diskussion über die Auswirkungen dieser Reform anregen sollen. Diese Daten differenzieren erstmals nach wichtigen Gewerken innerhalb der A- und der B1-Handwerke. Eindeutige Ergebnisse über die Auswirkungen der Reform sind nur schwer möglich, da sich das meist verwendete Differenz-von-Differenzen-Verfahren nur als begrenzt anwendbar erweist. Sicher erscheint nur, dass es aufgrund der HwO-Reform in den zulassungsfrei gestellten Handwerkszweigen einen Gründungsboom gegeben hat. Es wurde ein Trend zu kleineren, häufig nicht lange am Markt bestehenden Betriebseinheiten ausgelöst, was sich auch in einem höheren Anteil an Soloselbstständigen ausdrückt. Die Erträge dieser Betriebe sind meist relativ gering, was bspw. negative Auswirkungen auf die Altersvorsorge mit sich bringt. Bei der Humankapitalbildung spielen mit Ausnahme der Meisterprüfungen, die in den B1-Gewerken deutlich gefallen sind, andere Faktoren für die Entwicklung eine viel größere Rolle als die HwO-Reform. Um zu einer umfassenderen Bewertung der HwO-Reform zu kommen, als es in der vorliegenden Studie möglich war, sind unbedingt weitere Untersuchungen notwendig. Vor allem fehlen bislang Erkenntnisse über die genauen Auswirkungen auf Innovation und Wettbewerbsfähigkeit des Handwerks.
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    • Monograph

      Alterssicherung im Handwerk 

      Müller, Klaus; Thonipara, Anita
      Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 18
      Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2018
      Die Ergebnisse der Umfrage „Alterssicherung im Handwerk 2017“ ermöglichen erstmalig eine Abbildung der subjektiven Einschätzung der Selbstständigen im Handwerk in Hinblick auf ihre Alterssicherung in Kombination mit ihren derzeitigen Beiträgen zur Altersvorsorge und strukturellen Kennzahlen ihrer Betriebe. Die Studie hat aufgezeigt, dass die Alterssicherung im Handwerk, sowohl der Inhaber als auch der Beschäftigten, schon heute ein erhebliches Problem darstellt, das in Zukunft noch weiter an Bedeutung gewinnen dürfte. Besonders Soloselbstständige und Inhaber kleiner Betriebe, meist aus dem zulassungsfreien Bereich, sind mit ihren voraussichtlichen Altersbezügen unzufrieden. Als Grund ist neben niedrigen Gewerbeerträgen die derzeitige Ausgestaltung der Handwerkerpflichtversicherung zu nennen, da ihr vor allem besonders schutzbedürftige Inhabergruppen nicht unterliegen. Der Kreis dieser Handwerker ist zudem in den letzten Jahren stark gewachsen. Die Zahl der pflichtversicherten Handwerker ist dagegen nicht zuletzt durch die Strukturveränderungen im Handwerk insbesondere infolge der Novellierung der Handwerksordnung von 2004 deutlich gesunken. Außerdem kann mit den 216 Pflichtbeitragsmonaten das Ziel einer ausreichenden Rente, wie es 1960 bei der Verabschiedung des Gesetzes angestrebt worden ist, nicht mehr realisiert werden. Die Ziele, die mit der Handwerkerpflichtversicherung verknüpft waren, werden also heute nicht mehr erreicht. Daher besteht ein erheblicher rentenpolitischer Handlungsbedarf.
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    • Monograph

      Situations- und Potenzialanalyse Handwerk in Hamburg 

      Müller, Klaus; Brüggemann, Julia; Proeger, Till; Brandt, Arno; Danneberg, Marc; Jung-König, Carla; Stüve, Meike
      Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 17
      Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2017
      Das Handwerk stellt einen wichtigen Bestandteil der Hamburger Wirtschaft dar. Um die Stärken und Schwächen einerseits und Chancen und Potenziale andererseits für die zukünftige Entwicklung des Handwerks in der Hansestadt zu erkennen und daraus konkrete Handlungsempfehlungen für Betriebe, Handwerksorganisation und das Land Hamburg abzuleiten, haben die Wirtschaftsbehörde Hamburg und die Handwerkskammer Hamburg eine Studie „Situations- und Potenzialanalyse Handwerk in Hamburg“ beim ifh Göttingen und beim CIMA Institut für Regionalwirtschaft Hannover in Auftrag gegeben. Diese Kurzfassung fasst die wichtigsten Ergebnisse dieser „Situations- und Potenzialanalyse Handwerk in Hamburg“ zusammen.
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    • Monograph

      Energieeffizienz in Klein- und Kleinstunternehmen des Handwerks 

      Runst, Petrik; Bettendorf, Axel
      Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 16
      Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2017
      Die vorliegende Kurzstudie zur betrieblichen Energieeffizienz greift auf Daten zurück, welche in einer gemeinsamen Umfrage der Handwerkskammern Trier, Düsseldorf, Saarbrücken, Koblenz, Hamburg und Münster erhoben worden sind. Sie basiert auf Antworten von 203 Handwerksunternehmen. Es wurde gezeigt, dass für das Thema Energieeffizienz vorrangig der/die Inhaber/in verantwortlich ist. Über die Hälfte der Befragten kennen ihre Energiekosten; bei größeren Unternehmen steigt der Anteil auf über 75 %. Die Verantwortlichen informieren sich hauptsächlich über niedrigschwellige Angebote, wie Energieversorger, Herstellerangaben oder das Internet. Gebäudesanierungen stellen die häufigste Energieeffizienzmaßnahme (EEM) dar. Das Wissen über die eigenen Energiekosten hat einen Einfluss darauf, ob das Unternehmen überhaupt im EEM-Bereich aktiv wird. Es gibt außerdem einen Zusammenhang zwischen Immobilienbesitz und der Durchführung von EEMs, welcher auf die Existenz eines Mieter- Vermieter-Dilemmas hindeutet. Die Gründe für eine Nicht-Durchführung von EEMs sind hauptsächlich wirtschaftlicher Natur (mangelnde Rentabilität bzw. lange Amortisationszeiten). Es scheint hier auch ein Zusammenhang mit dem demografischen Wandel zu bestehen; Betriebsnachfolgeprobleme werden häufig als Grund für die Nicht-Umsetzung von EEMs angegeben. Außerdem geben die Unternehmen an, dass das Thema Energieeffizienz für sie wenig relevant ist, was sich durch den geringen Energiekostenanteil an den Gesamtkosten erklären könnte. Wenn EEMs durchgeführt werden, geschieht dies häufig im Zusammenhang mit Ersatz-Investitionen oder durch den Wunsch nach Werterhalt, selten aber durch betriebswirtschaftliches Kalkül oder eine ökologische Ausrichtung des Unternehmens. Die Nutzung von Fördermitteln, Energieberatern und Energiemanagement-Systemen sind stark von der Unternehmensgröße abhängig. Für die beiden erstgenannten Themen kann vermutet werden, dass der bürokratische Aufwand den Nutzen oft übersteigt.
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    • Monograph

      Vor- und Nachteile des Meisterbriefs im Vergleich zu freiwilligen Qualifikationszertifikaten 

      Lankau, Matthias; Müller, Klaus
      Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 15
      Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2017
      Im Falle handwerklicher Produkte und Dienstleistungen des Baugewerbes handelt es sich um sogenannte Vertrauensgüter, da ein (Laien-)Kunde ihre Qualität auch nach dem Kauf meist nur schwer beurteilen kann. Ohne ein geeignetes Regulierungsinstrument birgt diese Asymmetrie in der Verteilung der Qualitätsinformation zu Lasten des Kunden die Gefahr des Versagens des Markts für hohe Qualität und damit die Gefährdung von Konsumenten. Das Ziel dieser Kurzstudie ist es, zu erörtern, ob die derzeitige Regulierung des A-Handwerks im Baugewerbe in Form des Meistervorbehalts durch ein Alternativinstrument ersetzt werden könnte, ohne dass der Markt für hohe Qualität versagt und Konsumenten gefährdet werden. Zurzeit muss jeder Leiter eines Betriebs des A-Handwerks über die Qualifikation eines Meisters oder einem als gleichwertig betrachteten Äquivalent verfügen. Durch die hohe Qualifikation der Handwerker erhöht sich tendenziell auch die Qualität der Produkte und Dienstleistungen im gesamten Markt der A-Handwerke. Demzufolge verringert sich das Problem des Marktversagens aufgrund asymmetrisch verteilter Qualitätsinformationen, da jeder Kunde auf ein Mindestmaß an Qualifikation und demzufolge Qualität vertrauen kann. Darüber hinaus wird ein Mindestmaß an Verbraucherschutz durch die Abwehr potenzieller Gefahren von den Konsumenten erreicht. Ein Nachteil, den der Meistervorbehalt in den A-Handwerken mit sich bringt, ist, dass hierdurch Anbieter mit niedrigen Qualifikationen keinen Zugang zum Markt der A-Handwerke haben. Hierdurch fehlt es strukturell an Angeboten im Niederpreissegment, wodurch jene Konsumentenschicht benachteiligt wird, die niedrige Qualität zu günstigen Preisen nachfragt. Durch freiwillige Qualifikationszertifikate könnte sich der Handwerksmarkt unter bestimmten Umständen, die diese Studie näher erläutert, in Hochpreissegmente für höhere Qualität sowie in Niederpreissegmente teilen. Die Analyse zeigt jedoch, dass dies Konsumentengefährdungen nicht ausschließt. Gerade im Niederpreissegment haben Handwerker nur geringe Anreize, in ihre Qualifikation zu investieren. Somit steigen hier die Wahrscheinlichkeit schlechter Dienstleistungsqualität sowie das Potenzial der Gefährdung der Konsumenten. Alles in allem lässt sich hieraus folgern, dass freiwillige Zertifizierungen nur in den Branchen des Handwerks eine Alternative zum Meisterbrief sein könnten, in denen Konsumentengefährdungen auszuschließen sind. Darüber hinaus gilt es hier jedoch genau zu überprüfen, ob die Abschaffung des Meistervorbehalts nicht weitere Regulierungsziele, wie die Sicherstellung der hohen Ausbildungsleistung des Handwerks, kompromittieren würde.
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    • Monograph

      Integration von Flüchtlingen durch Ausbildung im Handwerk - Potenziale, Herausforderungen und Erfolgsfaktoren 

      Lahner, Jörg
      Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 14
      Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2017
      Die Integration von Migrantinnen und Migranten, speziell von Flüchtlingen, stellt eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen in Deutschland dar. Parallel dazu fällt es dem deutschen Handwerk immer schwerer, seinen Fachkräftebedarf zu decken. Eine wachsende Zahl an Projekten von Bund und Ländern versucht deshalb, gezielt die Ausbildung von Flüchtlingen im Handwerk zu fördern. Dabei zeigt diese Untersuchung, dass es potenziell eine Vielzahl interessierter Betriebe und motivierter Flüchtlinge mit Affinität zu einem Handwerksberuf gibt. Zudem sind die Handwerkskammern mit ihren Bildungszentren und ihren vielfältigen Erfahrungen im Bereich zielgruppenspezifischer Angebote für eine effektive Unterstützung bestens aufgestellt. Allerdings ist der Ausbildungserfolg von zahlreichen Faktoren abhängig. Erstens gilt es, die Voraussetzungen der Flüchtlinge, vor allem die sprachlichen, gründlich zu prüfen. Die Integration in den Betrieb, der Besuch der Berufsschule, Herausforderungen der persönlichen Lebenssituation (Familienverantwortung, Unterbringung etc.) sind nicht nur für Flüchtlinge kritische Faktoren des Ausbildungserfolges, Flüchtlinge haben hier jedoch häufig besondere Hürden zu meistern. Deshalb ist eine intensive sozialpädagogische Betreuung vor und während der Ausbildung in der Regel unverzichtbar. Auch wenn der vorliegende Beitrag lediglich auf der gutachterlichen Prüfung eines einzelnen Pilotprojektes fußt, lassen sich durchaus vielfältige Erkenntnisse sowohl für die Praxis als auch für die Förderpolitik ableiten. Insgesamt zeigt sich, dass die spezifischen Hindernisse in vielen Fällen überwindbar sind und Ausbildung von Flüchtlingen im Handwerk gelingen kann. Damit eröffnet sich für geneigte und gut vorbereitete Flüchtlinge eine echte Perspektive gesellschaftlicher Integration. Für das Handwerk selbst ergibt sich eine neue Option der Nachwuchssicherung, sofern eine qualifizierte Unterstützung gesichert ist und alle Beteiligten über hinreichend Geduld und Motivation verfügen.
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    • Monograph

      Ausgewählte Literatur mit Handwerksrelevanz - Ein kommentierter Überblick - Teil I 

      Haverkamp, Katarzyna; Müller, Klaus; Runst, Petrik; Thomä, Jörg; Loh, Johannes
      Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 13
      Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2016
      Die erstmalig erschienene Spezialbibliografie verfolgt den Zweck, die Kluft zwischen wissen-schaftlichem Fachpublikum und praxisnaher Anwendung zu verringern. Sie richtet sich primär an Handwerkskammern, handwerkliche Fachverbände und alle politischen Akteure aus dem Bereich des Handwerks. Die Mitarbeiter des ifh Göttingen haben zwanzig wichtige Veröffentlichungen mit Handwerksbezug aus der Flut von wissenschaftlichen Artikeln und Büchern der letzten Jahre gefiltert. Die Artikel wurden prägnant und verständlich zusammengefasst und auf ihre Kernaussagen reduziert. Jeder Forschungsbeitrag wurde zudem im Hinblick auf seine praktischen Implikationen für das Handwerk sowie kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) kurz kommentiert. Es kristallisierten sich in diesem Prozess vier Themenkomplexe mit aktueller politischer Relevanz heraus. Kapitel 2 befasst sich mit Fragen der Aus- und Weiterbildung im Handwerk, welche einen kontinuierlichen Forschungsbedarf aufweisen. Wissenschaftliche Arbeiten zur Digitalisierung finden sich in Kapitel 3. Der Schwerpunkt liegt hier eindeutig auf Arbeitsmarktfragen rund um die Themen Jobverlust, Veränderung von Arbeitsplätzen und die damit verbundenen Anforderungen. Das Kapitel 4 behandelt wirtschaftspolitische Studien. Hier wird deutlich, dass speziell die Meisterpflicht und die Deregulierung des Jahres 2004 in der volkswirtschaftlichen Fachliteratur in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen haben. Schließlich umfasst Kapitel 5 Beiträge, die sich unter der Überschrift Entrepreneurship einordnen lassen. Die Gliederung listet die 20 zusammengefassten Texte der Bibliografie auf. Am Ende findet sich ein Schlagwortregister, mit dem der Leser noch gezielter einzelne Themengebiete ansteuern kann. Innerhalb des DHI-Institutsverbands hat das ifh Göttingen eine Literatur-Leitstellenfunktion inne. In diesem Zusammenhang unterhält es im deutschsprachigen Raum die umfangreichste Handwerksbibliothek mit auch vielen handwerkshistorischen Publikationen. Des Weiteren stellt das Institut ein Online-Literatur-Recherche-Tool zur Verfügung, mit dem handwerksrelevante Texte in einer stetig aktualisierten und erweiterten Literaturdatenbank gefunden werden können. In der Vergangenheit wurden jährliche Bibliografien veröffentlicht, welche die Forschungsliteratur zum Thema KMU und Handwerk auflisteten. Aufgrund der veränderten Nutzergewohnheiten wurde das bisherige Bibliografie-Format eingestellt. Die vorliegende Publikation gliedert sich in die Aktivitäten ein, die das ifh im Rahmen seiner Literatur-Leitstellenfunktion übernimmt. Die neue Bibliografie wird in Zukunft in unregelmäßigen Abständen erscheinen.
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    • Monograph

      Bedeutung von Migranten als Auszubildende, Fachkräfte, Meister und Selbstständige im Handwerk 

      Runst, Petrik
      Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 12
      Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2016
      Handwerkliche Tätigkeiten haben eine integrative Funktion. Die Kombination von niedrigeren schulischen Einstiegsbarrieren und Möglichkeiten der Weiterqualifikation kann die Arbeitsmarktintegration von Migranten unterstützen. Migranten arbeiten überproportional häufig in Handwerksberufen. Außerdem ist der Anteil von ausländischen Lehrlingen im Handwerk größer als der Ausländeranteil in nicht-handwerklichen Ausbildungsberufen. Die vorliegende Untersuchung zeigt auch, dass Arbeitsmarktintegration ein langfristiges Projekt ist. Es vergeht ca. eine Dekade ab dem Zeitpunkt der Ankunft, bis sich der Anteil einer Einwanderungskohorte, die im Handwerk arbeiten, an den Anteil der Deutschen im Handwerk anpasst. Längerfristig übersteigt der Handwerkeranteil unter Einwanderern aber den Handwerkeranteil unter Nicht-Migranten. Das Qualifikationsniveau von Migranten weist starke Defizite auf und stellt ein zentrales politisches Handlungsfeld dar, um eine erfolgreiche gesellschaftliche und berufliche Eingliederung zu befördern. Es gilt, innovative Wege zu finden, das standardisierte System des Übergangs vom Realschulabschluss zur Berufsausbildung, welches in der Abwesenheit von hoher Zuwanderung funktional war, partiell zu umgehen, dabei aber weiterhin eine gute Ausbildungsqualität zu gewährleisten. Fachkräfteknappheit kann nur in begrenztem Maße durch Migration ausgeglichen werden. Die jungen ausländischen Auszubildenden sind zwar häufig in handwerklichen Engpassberufen anzutreffen. Langfristig dürfte die Zahl der eingewanderten Personen aber nicht ausreichen, um die niedrige deutsche Geburtenrate zu kompensieren. Außerdem verfügt ein Großteil der Migranten nicht über einen Berufsabschluss. Die Einwanderer der ersten Generation arbeiten häufig als An- und Ungelernte in niedrigqualifizierten Berufen, bei denen keine erhöhte Fachkräfteknappheit vorliegt. Durch die Deregulierung der beruflichen Zugangsbeschränkung im Jahre 2004 wurde die Meisterpflicht für Unternehmer in einer Reihe von Gewerken abgeschafft. Diese Gesetzesänderung verursachte eine Erhöhung des Anteils von Personen mit ausländischer Herkunft im B1-Handwerk. Die Erhöhung des Migrantenanteils ist besonders stark ausgeprägt unter Selbstständigen. Es gibt aber auch Hinweise auf eine nennenswerte Erhöhung des Migrantenanteils unter abhängig Beschäftigten.
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    • Monograph

      Die Rolle von Handwerksunternehmen für die volkswirtschaftlichen Funktionen des Mittelstands 

      Thomä, Jörg
      Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 11
      Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2016
      Eine moderne und zukunftsgewandte Mittelstandspolitik bedarf einer überzeugenden Begründung. Die traditionelle Orientierung am Prinzip des Nachteilsausgleichs reicht hierfür nicht mehr aus. Denn aus Sicht der Mittelstandsforschung lassen sich größenbedingte Benachteiligungen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) oft nicht eindeutig belegen. Vielversprechender erscheint es daher, die Besonderheiten des deutschen Mittelstands und seiner Teilsegmente differenziert in den Blick zu nehmen. Ansatzpunkt sind demnach die positiven Effekte von mittelständischen Unternehmen und deren Potenziale für die gesamtwirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung. Ein solcher Perspektivwechsel betrifft auch die Handwerksförderung. Denn Handwerksunternehmen sind als integraler Bestandteil der mittelständischen Wirtschaft zu verstehen. Insofern gilt es, die Förderwürdigkeit des Handwerks nicht aus einer isolierten Sicht heraus zu begründen und dabei in einem eher defensiven Sinne die potenziellen Schwächen von handwerklichen KMU zu unterstreichen. Vielmehr geht es darum, den Anteil des Handwerks an den viel zitierten Stärken des Mittelstands zu betonen. In diesem Sinne beschreibt die vorliegende Studie die vielfältige Rolle der Handwerksunternehmen für die Ausbildungsfunktion, die Innovationsfunktion und die regionale Ausgleichsfunktion der mittelständischen Wirtschaft. Im Ergebnis wird deutlich, warum sich eine Mittelstandspolitik, die eher an den Stärken und weniger an den Schwächen von KMU ansetzt, gerade auch in einer expliziten Handwerksförderung niederschlagen sollte. Die aufgezeigte Bedeutung der handwerklichen KMU für die volkswirtschaftlichen Funktionen des Mittelstands im Bereich der Bildungs-, Innovations- und Regionalpolitik ist deshalb hervorzuheben, da alle drei den Kern dessen berühren, warum mittelständische Unternehmen hierzulande besondere Potenziale für die gesamtwirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung besitzen - etwa im Hinblick auf die Bewältigung des demografischen Wandels, die Umsetzung der Energiewende, die Sicherung des Fachkräftepotenzials oder die Erreichung von gesellschaftlicher Teilhabe und Chancengleichheit. Die Begründung, warum es einer Förderung von handwerklichen KMU bedarf, sollte sich daher an ebendieser Perspektive orientieren.
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