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  • Monografie

    Situations- und Potenzialanalyse Handwerk in Hamburg 

    Müller, Klaus; Brüggemann, Julia; Proeger, Till; Brandt, Arno; Danneberg, Marc; Jung-König, Carla; Stüve, Meike
    Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2017
    Das Handwerk stellt einen wichtigen Bestandteil der Hamburger Wirtschaft dar. Um die Stärken und Schwächen einerseits und Chancen und Potenziale andererseits für die zukünftige Entwicklung des Handwerks in der Hansestadt zu erkennen und daraus konkrete Handlungsempfehlungen für Betriebe, Handwerksorganisation und das Land Hamburg abzuleiten, haben die Wirtschaftsbehörde Hamburg und die Handwerkskammer Hamburg eine Studie „Situations- und Potenzialanalyse Handwerk in Hamburg“ beim ifh Göttingen und beim CIMA Institut für Regionalwirtschaft Hannover in Auftrag gegeben. Diese Kurzfassung fasst die wichtigsten Ergebnisse dieser „Situations- und Potenzialanalyse Handwerk in Hamburg“ zusammen.
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  • Monografie

    Aushandlungen zwischen Schutz und Verselbstständigung 

    Hartung, Philipp Tilman
    GISCA, Göttingen Institute for Social and Cultural Anthropology, Georg-August-Universität Göttingen: Göttingen, 2017
    Geflüchtete unter 21 Jahren, die sich ohne nahe Verwandte in Deutschland aufhalten, werden nach §8a des Sozialgesetzbuches von der Jugendhilfe betreut. Die Jugendhilfe in Göttingen betreibt dafür seit 2014 das Fachteam „Junge Flüchtlinge“. Derzeit sind durch die Arbeit des Fachteams über 80 junge, männliche Geflüchtete dezentral im Stadtgebiet untergebracht und werden individuell, sozialpädagogisch betreut. Empirische Basis dieser Arbeit ist ethnografische Feldforschung mit sowohl jungen Geflüchteten, als auch den Sozialarbeiter_innen der Jugendhilfe. Auf dieser Grundlage beleuchtet die Arbeit die Hintergründe und Motive der Geflüchteten und stellt gleichzeitig die Frage, inwieweit die Integrationsspezialist_innen der Jugendhilfe diesen Interessen vor dem Hintergrund von Asylrecht und gesellschaftlichen Erwartungen gerecht werden können.
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  • Monografie

    Zur Bedeutung von Religion im Umgang mit dem globalen Klimawandel 

    Gellert, Jana
    GISCA, Göttingen Institute for Social and Cultural Anthropology, Georg-August-Universität Göttingen: Göttingen, 2017
    Das Christentum hat einen starken Einfluss auf das Leben der Pacific Islander. Dieser beschränkt sich nicht nur auf das tägliche Beten und die sonntäglichen Kirchgänge, sondern geht weit über den zu erwartenden Rahmen hinaus. Mit ihrer Forschung über den Einfluss des christlichen Glaubens auf den Umgang von Pacific Islandern mit dem globalen Klimawandel beleuchtet die Autorin, wie weitreichend und wirkungsstark das Christentum im alltäglichen Leben und Weltverständnis der Menschen verankert ist. Zudem zeigt sie auf, welches Potential Wissenschaftler*innen, Pastoren und Gläubige dem Christentum zuschreiben, um die Bewohner Ozeaniens zu erreichen und zu einem aktiven und nachhaltiges Verständnis des globalen Klimawandels zu bemächtigen. Sie plädiert hierbei nicht nur für eine starke interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Natur-, Human- und Sozialwissenschaften, sondern auch für die Aufhebung der strikten Trennung zwischen Religion und Wissenschaft, um dem globalen Klimawandel holistisch zu betrachten, eine globale Ethik des Klimawandels zu entwickeln und praxisorientierte Forschung zu betreiben.
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  • Monografie

    ‘Same same but different‘ 

    Yainishet, Jonathan
    GISCA, Göttingen Institute for Social and Cultural Anthropology, Georg-August-Universität Göttingen: Göttingen, 2017
    Based on ethnographic fieldwork in Seoul, this paper examines processes of ethnic differentiation concerning North Korean migrants in South Korea. Making use of anthropological insights into ethnicity and ethnic boundary making, it explores how the notion of a unified, homogenous Korean people emerged historically and how the (post-) Cold War border regime on the Korean peninsula engenders an othering of North Korean migrants in South Korea through idioms of ethnicity, despite discourses on multiculturalism and a waning of ethno-nationalist sentiments in South Korea. I argue that the increased influx of North Korean migrants in South Korea provides the background not only for (re-) negotiations of ethnic nationalism but also of ethnic identity and ethnic unity in South Korea.
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  • Monografie

    Rhetoriken der Sentimentalisierung und die Zerstörung von Weltkulturerbe vor dem Internationalen Strafgerichtshof 

    Bens, Jonas
    GISCA,Göttingen Institute for Social and Cultural Anthropology, Georg-August-Universität Göttingen: Göttingen, 2017
    Im Fall The Prosecutor v. Ahmad Al Faqi Al Mahdi hat der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) zum ersten Mal über die Zerstörung von Weltkulturerbe als Kriegsverbrechen verhandelt. Zentral war dabei die Bestimmung des Verhältnisses von Dingen und Menschen. Auf Grundlage einer während den Verfahren durchgeführten ethnographischen Gerichtssaalstudie und informiert von der Affekt- und Emotionsforschung, identifiziert dieser Artikel die rhetorische Praxis der Sentimentalisierung von Menschen und Dingen als einen entscheidenden Prozess der rechtlichen Bedeutungsherstellung. Durch Sentimentalisierung produzieren alle Parteien des Verfahrens durch ihre Rhetorik normative Arrangements von Körpern, indem die relevanten Personen, Dinge, und anderen Entitäten durch die Zuschreibung von Emotionen qualitativ unterschieden und affektiv zueinander ins Verhältnis gesetzt werden. Sentimentalisierungen bieten affektivemotionale Rahmen innerhalb derer der Grad von Schuld und Unschuld, Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit beurteilt werden kann.
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  • Monografie

    Poesie zur Selbstbehauptung und Anfechtung 

    Hesse, Meret
    GISCA, Göttingen Institute for Social and Cultural Anthropology, Georg-August-Universität Göttingen: Göttingen, 2017
    Ausgehend von der Darlegung der dreifachen Diskriminierung der Dalit Frauen in der indischen Gesellschaft, durch Gender, Kaste und Klasse, wird in dieser Arbeit das Handlungsvermögen von Dalit Dichterinnen betrachtet. Dafür werden fünf Gedichte von den Dalit Dichterinnen Meena Kandasamy, Challapalli Swaroopa Rani, Viljay Kumari und Darisi Sasi Nirmala mit dem Konzept des Alternativen Memory betrachtet und analysiert, inwiefern sich in den Gedichten das Handlungsvermögen von Dalit Frauen zeigt.
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  • Monografie

    Energieeffizienz in Klein- und Kleinstunternehmen des Handwerks 

    Runst, Petrik; Bettendorf, Axel
    Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2017
    Die vorliegende Kurzstudie zur betrieblichen Energieeffizienz greift auf Daten zurück, welche in einer gemeinsamen Umfrage der Handwerkskammern Trier, Düsseldorf, Saarbrücken, Koblenz, Hamburg und Münster erhoben worden sind. Sie basiert auf Antworten von 203 Handwerksunternehmen. Es wurde gezeigt, dass für das Thema Energieeffizienz vorrangig der/die Inhaber/in verantwortlich ist. Über die Hälfte der Befragten kennen ihre Energiekosten; bei größeren Unternehmen steigt der Anteil auf über 75 %. Die Verantwortlichen informieren sich hauptsächlich über niedrigschwellige Angebote, wie Energieversorger, Herstellerangaben oder das Internet. Gebäudesanierungen stellen die häufigste Energieeffizienzmaßnahme (EEM) dar. Das Wissen über die eigenen Energiekosten hat einen Einfluss darauf, ob das Unternehmen überhaupt im EEM-Bereich aktiv wird. Es gibt außerdem einen Zusammenhang zwischen Immobilienbesitz und der Durchführung von EEMs, welcher auf die Existenz eines Mieter- Vermieter-Dilemmas hindeutet. Die Gründe für eine Nicht-Durchführung von EEMs sind hauptsächlich wirtschaftlicher Natur (mangelnde Rentabilität bzw. lange Amortisationszeiten). Es scheint hier auch ein Zusammenhang mit dem demografischen Wandel zu bestehen; Betriebsnachfolgeprobleme werden häufig als Grund für die Nicht-Umsetzung von EEMs angegeben. Außerdem geben die Unternehmen an, dass das Thema Energieeffizienz für sie wenig relevant ist, was sich durch den geringen Energiekostenanteil an den Gesamtkosten erklären könnte. Wenn EEMs durchgeführt werden, geschieht dies häufig im Zusammenhang mit Ersatz-Investitionen oder durch den Wunsch nach Werterhalt, selten aber durch betriebswirtschaftliches Kalkül oder eine ökologische Ausrichtung des Unternehmens. Die Nutzung von Fördermitteln, Energieberatern und Energiemanagement-Systemen sind stark von der Unternehmensgröße abhängig. Für die beiden erstgenannten Themen kann vermutet werden, dass der bürokratische Aufwand den Nutzen oft übersteigt.
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  • Monografie

    A ‘Sense of Recognition’ 

    Guccini, Federica
    GISCA, Göttingen Institute for Social and Cultural Anthropology, Georg-August-Universität Göttingen: Göttingen, 2017
    Working with several anthropological theories of migration, identification and language, this paper aims to shed light on negotiations of Chinese naming practices in transcultural social spaces. Many Chinese youths studying abroad acquire international names in addition to their Chinese birth names that they use in different situations. The author argues that name choices are deliberate decisions, tied to a great amount of self-awareness and agency, as well as identification processes and positionalities in social space. Moreover, ‘Chineseness’ plays an important role even in the adoption of Chinese-international names, as inherently Chinese naming practices often contribute to the name choice. The research results show that names will be used contingently in different social spaces, and most often with the goal to create a ‘sense of recognition’ – the wish for an identity, or a multiplicity of identities, to be visible through the name.
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  • Monografie

    Die vietnamesische Diaspora in Berlin 

    Müller, Max
    GISCA,Göttingen Institute for Social and Cultural Anthropology, Georg-August-Universität Göttingen: Göttingen, 2017
    Aufbauend auf einem Theorieteil zu Diaspora- und Identitätsdiskursen, sowie der Darstellung der vietnamesischen Migrationsgeschichte nach Deutschland, wird in dieser Arbeit das Zugehörigkeitsgefühl einer kleinen Gruppe von jungen Berlinern dargestellt. Alle Gesprächs- und Forschungspartner dieser Studie einte, dass ihre Eltern als sogenannte Vertrags arbeiter in der Mitte der 1980er Jahre aus Vietnam in die DDR oder in andere benachbarte Ostblock-Staaten kamen. Kurz nach dem Fall der Mauer wurde der Großteil der späteren Interviewpartner geboren, zu einer Zeit der aufenthaltsrechtlichen Unsicherheit ihrer Eltern, der offenen Diskriminierung vietnamesischer Menschen in den neuen Bundes ländern, aber auch inmitten des langsamen Beheimatungsprozesses ihrer Eltern in Deutschland. Als Kinder vietnamesischer Eltern wuchsen sie in der wiedervereinigten Bundes republik fortan zwischen zwei verschiedenen kulturellen, moralischen und gesell- schaftlichen Systemen auf. Eigene Aussagen bezüglich ihrer transnationalen Kind heit, dem Aufwachsens in Deutschland und ihrem Gefühl der Mehrfachzugehörigkeit schließen diese Arbeit.
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  • Monografie

    Keep(ing) it in the family? Intergenerational care relationships in a contemporary Japanese village 

    Braunwalder, Rhea
    GISCA,Göttingen Institute for Social and Cultural Anthropology, Georg-August-Universität Göttingen: Göttingen, 2017
    Based on 9 weeks of research on the island of Sado I unite the concepts of care, generation and the life course to examine how people observe care responsibilities in the context of depopulation and migration associated with rural Japan. I concentrate on the care of children, care of parents and care of the deceased and assert that care, understood as a socially recognized right which people have in certain life phases, is exchanged in a long term intergenerational contract. Care duties can strengthen intergenerational relationships, and can lead to frustration and the feeling of having no choice, especially amongst eldest sons who are traditionally seen as care-takers of the family. For younger generations, I observe an increased flexibility in care duties, where the contract as such seems unlikely to dissolve. The thesis is on a different level a reminder of the relevance of villages as anthropological field sites.
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  • Monografie

    Vor- und Nachteile des Meisterbriefs im Vergleich zu freiwilligen Qualifikationszertifikaten 

    Lankau, Matthias; Müller, Klaus
    Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2017
    Im Falle handwerklicher Produkte und Dienstleistungen des Baugewerbes handelt es sich um sogenannte Vertrauensgüter, da ein (Laien-)Kunde ihre Qualität auch nach dem Kauf meist nur schwer beurteilen kann. Ohne ein geeignetes Regulierungsinstrument birgt diese Asymmetrie in der Verteilung der Qualitätsinformation zu Lasten des Kunden die Gefahr des Versagens des Markts für hohe Qualität und damit die Gefährdung von Konsumenten. Das Ziel dieser Kurzstudie ist es, zu erörtern, ob die derzeitige Regulierung des A-Handwerks im Baugewerbe in Form des Meistervorbehalts durch ein Alternativinstrument ersetzt werden könnte, ohne dass der Markt für hohe Qualität versagt und Konsumenten gefährdet werden. Zurzeit muss jeder Leiter eines Betriebs des A-Handwerks über die Qualifikation eines Meisters oder einem als gleichwertig betrachteten Äquivalent verfügen. Durch die hohe Qualifikation der Handwerker erhöht sich tendenziell auch die Qualität der Produkte und Dienstleistungen im gesamten Markt der A-Handwerke. Demzufolge verringert sich das Problem des Marktversagens aufgrund asymmetrisch verteilter Qualitätsinformationen, da jeder Kunde auf ein Mindestmaß an Qualifikation und demzufolge Qualität vertrauen kann. Darüber hinaus wird ein Mindestmaß an Verbraucherschutz durch die Abwehr potenzieller Gefahren von den Konsumenten erreicht. Ein Nachteil, den der Meistervorbehalt in den A-Handwerken mit sich bringt, ist, dass hierdurch Anbieter mit niedrigen Qualifikationen keinen Zugang zum Markt der A-Handwerke haben. Hierdurch fehlt es strukturell an Angeboten im Niederpreissegment, wodurch jene Konsumentenschicht benachteiligt wird, die niedrige Qualität zu günstigen Preisen nachfragt. Durch freiwillige Qualifikationszertifikate könnte sich der Handwerksmarkt unter bestimmten Umständen, die diese Studie näher erläutert, in Hochpreissegmente für höhere Qualität sowie in Niederpreissegmente teilen. Die Analyse zeigt jedoch, dass dies Konsumentengefährdungen nicht ausschließt. Gerade im Niederpreissegment haben Handwerker nur geringe Anreize, in ihre Qualifikation zu investieren. Somit steigen hier die Wahrscheinlichkeit schlechter Dienstleistungsqualität sowie das Potenzial der Gefährdung der Konsumenten. Alles in allem lässt sich hieraus folgern, dass freiwillige Zertifizierungen nur in den Branchen des Handwerks eine Alternative zum Meisterbrief sein könnten, in denen Konsumentengefährdungen auszuschließen sind. Darüber hinaus gilt es hier jedoch genau zu überprüfen, ob die Abschaffung des Meistervorbehalts nicht weitere Regulierungsziele, wie die Sicherstellung der hohen Ausbildungsleistung des Handwerks, kompromittieren würde.
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  • Vortrag

    Jaguar und Wildschwein, eine Fabel für Menschen oder: Der Aufstieg des Jaguars zum Himmel, ein Karriereleitfaden für Wissenschaftler 

    Münzel, Mark
    GISCA,Göttingen Institute for Social and Cultural Anthropology, Georg-August-Universität Göttingen: Göttingen, 2017
    Der sog. „Indianische Perspektivismus“ (Perspectivismo Ameríndio) stellt einen Versuch dar, europäische Philosophie, nicht zuletzt die Machtphantasien eines faschistoid verstandenen Nietzsche, südamerikanischen Schamanen anzulasten. Das erzähle ich in Form einer Tierparabel, die den Stil südamerikanischer indianischer Tierparabeln nachahmt, dabei aber den Schematismus des Strukturalismus und des Perspektivismus karikiert.
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  • Monografie

    Integration von Flüchtlingen durch Ausbildung im Handwerk - Potenziale, Herausforderungen und Erfolgsfaktoren 

    Lahner, Jörg
    Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2017
    Die Integration von Migrantinnen und Migranten, speziell von Flüchtlingen, stellt eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen in Deutschland dar. Parallel dazu fällt es dem deutschen Handwerk immer schwerer, seinen Fachkräftebedarf zu decken. Eine wachsende Zahl an Projekten von Bund und Ländern versucht deshalb, gezielt die Ausbildung von Flüchtlingen im Handwerk zu fördern. Dabei zeigt diese Untersuchung, dass es potenziell eine Vielzahl interessierter Betriebe und motivierter Flüchtlinge mit Affinität zu einem Handwerksberuf gibt. Zudem sind die Handwerkskammern mit ihren Bildungszentren und ihren vielfältigen Erfahrungen im Bereich zielgruppenspezifischer Angebote für eine effektive Unterstützung bestens aufgestellt. Allerdings ist der Ausbildungserfolg von zahlreichen Faktoren abhängig. Erstens gilt es, die Voraussetzungen der Flüchtlinge, vor allem die sprachlichen, gründlich zu prüfen. Die Integration in den Betrieb, der Besuch der Berufsschule, Herausforderungen der persönlichen Lebenssituation (Familienverantwortung, Unterbringung etc.) sind nicht nur für Flüchtlinge kritische Faktoren des Ausbildungserfolges, Flüchtlinge haben hier jedoch häufig besondere Hürden zu meistern. Deshalb ist eine intensive sozialpädagogische Betreuung vor und während der Ausbildung in der Regel unverzichtbar. Auch wenn der vorliegende Beitrag lediglich auf der gutachterlichen Prüfung eines einzelnen Pilotprojektes fußt, lassen sich durchaus vielfältige Erkenntnisse sowohl für die Praxis als auch für die Förderpolitik ableiten. Insgesamt zeigt sich, dass die spezifischen Hindernisse in vielen Fällen überwindbar sind und Ausbildung von Flüchtlingen im Handwerk gelingen kann. Damit eröffnet sich für geneigte und gut vorbereitete Flüchtlinge eine echte Perspektive gesellschaftlicher Integration. Für das Handwerk selbst ergibt sich eine neue Option der Nachwuchssicherung, sofern eine qualifizierte Unterstützung gesichert ist und alle Beteiligten über hinreichend Geduld und Motivation verfügen.
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  • Monografie

    Ausgewählte Literatur mit Handwerksrelevanz 

    Haverkamp, Katarzyna; Müller, Klaus; Runst, Petrik; Thomä, Jörg; Loh, Johannes
    Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2016
    Die erstmalig erschienene Spezialbibliografie verfolgt den Zweck, die Kluft zwischen wissen-schaftlichem Fachpublikum und praxisnaher Anwendung zu verringern. Sie richtet sich primär an Handwerkskammern, handwerkliche Fachverbände und alle politischen Akteure aus dem Bereich des Handwerks. Die Mitarbeiter des ifh Göttingen haben zwanzig wichtige Veröffentlichungen mit Handwerksbezug aus der Flut von wissenschaftlichen Artikeln und Büchern der letzten Jahre gefiltert. Die Artikel wurden prägnant und verständlich zusammengefasst und auf ihre Kernaussagen reduziert. Jeder Forschungsbeitrag wurde zudem im Hinblick auf seine praktischen Implikationen für das Handwerk sowie kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) kurz kommentiert. Es kristallisierten sich in diesem Prozess vier Themenkomplexe mit aktueller politischer Relevanz heraus. Kapitel 2 befasst sich mit Fragen der Aus- und Weiterbildung im Handwerk, welche einen kontinuierlichen Forschungsbedarf aufweisen. Wissenschaftliche Arbeiten zur Digitalisierung finden sich in Kapitel 3. Der Schwerpunkt liegt hier eindeutig auf Arbeitsmarktfragen rund um die Themen Jobverlust, Veränderung von Arbeitsplätzen und die damit verbundenen Anforderungen. Das Kapitel 4 behandelt wirtschaftspolitische Studien. Hier wird deutlich, dass speziell die Meisterpflicht und die Deregulierung des Jahres 2004 in der volkswirtschaftlichen Fachliteratur in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen haben. Schließlich umfasst Kapitel 5 Beiträge, die sich unter der Überschrift Entrepreneurship einordnen lassen. Die Gliederung listet die 20 zusammengefassten Texte der Bibliografie auf. Am Ende findet sich ein Schlagwortregister, mit dem der Leser noch gezielter einzelne Themengebiete ansteuern kann. Innerhalb des DHI-Institutsverbands hat das ifh Göttingen eine Literatur-Leitstellenfunktion inne. In diesem Zusammenhang unterhält es im deutschsprachigen Raum die umfangreichste Handwerksbibliothek mit auch vielen handwerkshistorischen Publikationen. Des Weiteren stellt das Institut ein Online-Literatur-Recherche-Tool zur Verfügung, mit dem handwerksrelevante Texte in einer stetig aktualisierten und erweiterten Literaturdatenbank gefunden werden können. In der Vergangenheit wurden jährliche Bibliografien veröffentlicht, welche die Forschungsliteratur zum Thema KMU und Handwerk auflisteten. Aufgrund der veränderten Nutzergewohnheiten wurde das bisherige Bibliografie-Format eingestellt. Die vorliegende Publikation gliedert sich in die Aktivitäten ein, die das ifh im Rahmen seiner Literatur-Leitstellenfunktion übernimmt. Die neue Bibliografie wird in Zukunft in unregelmäßigen Abständen erscheinen.
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  • Monografie

    Bedeutung von Migranten als Auszubildende, Fachkräfte, Meister und Selbstständige im Handwerk 

    Runst, Petrik
    Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2016
    Handwerkliche Tätigkeiten haben eine integrative Funktion. Die Kombination von niedrigeren schulischen Einstiegsbarrieren und Möglichkeiten der Weiterqualifikation kann die Arbeitsmarktintegration von Migranten unterstützen. Migranten arbeiten überproportional häufig in Handwerksberufen. Außerdem ist der Anteil von ausländischen Lehrlingen im Handwerk größer als der Ausländeranteil in nicht-handwerklichen Ausbildungsberufen. Die vorliegende Untersuchung zeigt auch, dass Arbeitsmarktintegration ein langfristiges Projekt ist. Es vergeht ca. eine Dekade ab dem Zeitpunkt der Ankunft, bis sich der Anteil einer Einwanderungskohorte, die im Handwerk arbeiten, an den Anteil der Deutschen im Handwerk anpasst. Längerfristig übersteigt der Handwerkeranteil unter Einwanderern aber den Handwerkeranteil unter Nicht-Migranten. Das Qualifikationsniveau von Migranten weist starke Defizite auf und stellt ein zentrales politisches Handlungsfeld dar, um eine erfolgreiche gesellschaftliche und berufliche Eingliederung zu befördern. Es gilt, innovative Wege zu finden, das standardisierte System des Übergangs vom Realschulabschluss zur Berufsausbildung, welches in der Abwesenheit von hoher Zuwanderung funktional war, partiell zu umgehen, dabei aber weiterhin eine gute Ausbildungsqualität zu gewährleisten. Fachkräfteknappheit kann nur in begrenztem Maße durch Migration ausgeglichen werden. Die jungen ausländischen Auszubildenden sind zwar häufig in handwerklichen Engpassberufen anzutreffen. Langfristig dürfte die Zahl der eingewanderten Personen aber nicht ausreichen, um die niedrige deutsche Geburtenrate zu kompensieren. Außerdem verfügt ein Großteil der Migranten nicht über einen Berufsabschluss. Die Einwanderer der ersten Generation arbeiten häufig als An- und Ungelernte in niedrigqualifizierten Berufen, bei denen keine erhöhte Fachkräfteknappheit vorliegt. Durch die Deregulierung der beruflichen Zugangsbeschränkung im Jahre 2004 wurde die Meisterpflicht für Unternehmer in einer Reihe von Gewerken abgeschafft. Diese Gesetzesänderung verursachte eine Erhöhung des Anteils von Personen mit ausländischer Herkunft im B1-Handwerk. Die Erhöhung des Migrantenanteils ist besonders stark ausgeprägt unter Selbstständigen. Es gibt aber auch Hinweise auf eine nennenswerte Erhöhung des Migrantenanteils unter abhängig Beschäftigten.
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  • Monografie

    Die Rolle von Handwerksunternehmen für die volkswirtschaftlichen Funktionen des Mittelstands 

    Thomä, Jörg
    Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2016
    Eine moderne und zukunftsgewandte Mittelstandspolitik bedarf einer überzeugenden Begründung. Die traditionelle Orientierung am Prinzip des Nachteilsausgleichs reicht hierfür nicht mehr aus. Denn aus Sicht der Mittelstandsforschung lassen sich größenbedingte Benachteiligungen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) oft nicht eindeutig belegen. Vielversprechender erscheint es daher, die Besonderheiten des deutschen Mittelstands und seiner Teilsegmente differenziert in den Blick zu nehmen. Ansatzpunkt sind demnach die positiven Effekte von mittelständischen Unternehmen und deren Potenziale für die gesamtwirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung. Ein solcher Perspektivwechsel betrifft auch die Handwerksförderung. Denn Handwerksunternehmen sind als integraler Bestandteil der mittelständischen Wirtschaft zu verstehen. Insofern gilt es, die Förderwürdigkeit des Handwerks nicht aus einer isolierten Sicht heraus zu begründen und dabei in einem eher defensiven Sinne die potenziellen Schwächen von handwerklichen KMU zu unterstreichen. Vielmehr geht es darum, den Anteil des Handwerks an den viel zitierten Stärken des Mittelstands zu betonen. In diesem Sinne beschreibt die vorliegende Studie die vielfältige Rolle der Handwerksunternehmen für die Ausbildungsfunktion, die Innovationsfunktion und die regionale Ausgleichsfunktion der mittelständischen Wirtschaft. Im Ergebnis wird deutlich, warum sich eine Mittelstandspolitik, die eher an den Stärken und weniger an den Schwächen von KMU ansetzt, gerade auch in einer expliziten Handwerksförderung niederschlagen sollte. Die aufgezeigte Bedeutung der handwerklichen KMU für die volkswirtschaftlichen Funktionen des Mittelstands im Bereich der Bildungs-, Innovations- und Regionalpolitik ist deshalb hervorzuheben, da alle drei den Kern dessen berühren, warum mittelständische Unternehmen hierzulande besondere Potenziale für die gesamtwirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung besitzen - etwa im Hinblick auf die Bewältigung des demografischen Wandels, die Umsetzung der Energiewende, die Sicherung des Fachkräftepotenzials oder die Erreichung von gesellschaftlicher Teilhabe und Chancengleichheit. Die Begründung, warum es einer Förderung von handwerklichen KMU bedarf, sollte sich daher an ebendieser Perspektive orientieren.
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  • Monografie

    Marriage, modernity and “manner”: a Burmese-Buddhist woman’s agency in contemporary Yangon, Myanmar 

    Fennessy, Matthew
    GISCA, Göttingen Institute for Social and Cultural Anthropology, Georg-August-Universität Göttingen: Göttingen, 2016
    Despite a resurgence of academic interest in Myanmar since the "opening" in 2011, little research exists on the growing urban middle-class, and even less on women. This paper is an ethnographic portrait of Chan Chan, a "modern", unmarried 33-year-old middle-class Burmese-Buddhist woman living in contemporary Yangon. I examine how she conceives of agency, and produces herself as an agent. I then analyse how she seeks to carve out agentive spaces for herself while performing "appropriate" femininity from typically subordinate positions. To do this, I examine her practice in pursuit of her projects: in relation to me, to her parents, in her desire to marry, in her imaginations of a husband, and in her pursuit of a better rebirth. Contextualising Chan Chan as a subject in broader societal discourses, this paper throws light on how woman like her do life in contemporary Myanmar, in a time when established discourses on women‘s "high-status" are being increasingly challenged.
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  • Monografie

    Uncertain blessings 

    Witte, Annika
    GISCA,Göttingen Institute for Social and Cultural Anthropology, Georg-August-Universität Göttingen: Göttingen, 2016
    In this paper, I argue that even though oil production in Uganda has not yet started, the oil is already relevant in its anticipation. In its “not-yet” state, the oil has gained a discursive presence in politics, media and civil society. I analyse the visions of the future that are created in this oil talk. The government paints a picture of a bright future, in which oil is a blessing to all, while civil society portrays oil as a shadow looming over Uganda. Despite this difference, I show that all the visions refer to the resource curse: Oil can either be a blessing or a curse. I understand the resource curse discourse as a form of risk communication. I propose that for people in the oil regions knowledge of the resource curse as a risk increases existing feelings of uncertainty with regard to the oil. The paper is based on 15 months of fieldwork in Uganda between 2012 and 2015.
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  • Monografie

    Alterssicherung in der Kommune Niederkaufungen 

    Domwirth, Kirsten
    GISCA,Göttingen Institute for Social and Cultural Anthropology, Georg-August-Universität Göttingen: Göttingen, 2016
    Ausgehend von der Frage nach einer wachstumsneutralen Sozialen Sicherung im Sinne der Postwachstumsbewegung untersucht die vorliegende Arbeit anhand einer kleinen empirischen Studie die Alterssicherung der Kommune Niederkaufungen. Diese fußt neben dem herkömmlichen Sicherungssystem unserer Gesellschaft auf weiteren sicherheitsstiftenden Elementen wie einer gemeinsamen Ökonomie, kollektivem Arbeiten, verlässlichen Beziehungen, egalitären Strukturen und einer übergeordneten Werteorientierung. Mit Hilfe klassischer wirtschaftsethnologischer Modelle von Gabe, Austausch, Teilen, Reziprozität und Redistribution [nach Mauss und Sahlins] werden vorgefundene Dynamiken der Kommune ethnographisch beschrieben. Dabei stellt sich der Gabentausch als ein Grundprinzip der sozialökologischen Konsensgemeinschaft heraus.Die Alterssicherung sowie das gesamte Ordnungssystem der intentionalen Gemeinschaft beruht auf permanenten und konfliktreichen Aushandlungen, die durch Prozesse des Gebens und Nehmens gestaltet sind.Selbstorganisation auf Basis von Solidarität als ein Grundprinzip der kommunitären Sicherung ist sowohl als Ergänzung eines auf Verträgen basierenden Sicherungssystems diskussionswürdig, als auch als ein Baustein für wachstumsneutrale Gesellschafts- und Sicherungskonzepte.
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  • Monografie

    Verbleib und Abwanderung aus dem Handwerk 

    Haverkamp, Katarzyna; Gelzer, Anja
    Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2016
    Das Handwerk leistet traditionell einen wesentlichen Beitrag zur beruflichen Qualifizierung junger Schulabsolventinnen und Schulabsolventen. Nicht alle Fachkräfte, die im Handwerk ausgebildet werden, verbleiben jedoch nach Ende ihrer Ausbildung in diesem Wirtschaftsbereich. Die Abwanderung handwerklich ausgebildeter Fachkräfte in andere Wirtschaftsbereiche wird dabei in verschiedenen Kontexten diskutiert und unterschiedlich bewertet. Vor diesem Hintergrund untersucht der vorliegende Beitrag die Arbeitsmarktmobilität von handwerklich qualifizierten Fachkräften. Auf Grundlage von umfassenden, repräsentativen Befragungen von Erwerbstätigen in Deutschland (BIBB/IAB-Erhebungen bzw. BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragungen 1979-2012) werden die Abwanderungsmuster aus dem Handwerk systematisch untersucht und dabei sowohl die zeitliche Entwicklung nachgezeichnet als auch die strukturellen Unterschiede im Zeitablauf verdeutlicht. Der zweite Teil der Studie identifiziert die Bestimmungsfaktoren der Abwanderung aus dem Handwerk und beantwortet die Frage, welche individuellen Eigenschaften der Handwerksgesellen und der Handwerksbetriebe Einfluss auf die Mobilitätsentscheidungen ausüben. Im Ergebnis zeigt sich, dass die Abwanderungsprozesse aus dem Handwerk seit Mitte der 2000er Jahre deutlich an Bedeutung gewonnen haben. Bis zum Ende der 1990er Jahre verblieb etwa die Hälfte der im Handwerk ausgebildeten Fachkräfte im weiteren Erwerbsverlauf im Handwerk. Aktuell ist der Anteil der „handwerkstreuen“ Gesellen und Gesellinnen auf unter 40 % zurückgegangen. Ein Viertel der im Handwerk ausgebildeten Fachkräfte ist im späteren Erwerbsverlauf in Industriebetrieben tätig. Damit bestätigt sich die in der älteren Literatur formulierte Einschätzung nicht, dass das Interesse der Industrie an handwerklich qualifizierten Fachkräften rückläufig sei. Insbesondere Handwerksgesellen und Gesellinnen mit einem Abschluss in Elektro- und Metallberufen finden häufig eine Anstellung in Industriebetrieben verwandter Branchen. Die multivariaten Analysen im zweiten Teil der Studie zeigen, dass Handwerksgesellen und Gesellinnen, die im späteren Erwerbsverlauf eine Fortbildung zum Meister, Techniker oder Fachwirt absolvieren, signifikant höhere Verbleibswahrscheinlichkeiten aufweisen. Ursprünglich im Handwerk ausgebildete Fachkräfte, die über eine Hochschulzulassung verfügen und nach dem Lehrabschluss ein Studium absolvieren, weisen hingegen deutlich höheres Abwanderungsrisiko auf. Dies lässt schlussfolgern, dass insbesondere die handwerkliche Sozialisierung der jungen Nachwuchskräfte und eine Weiterentwicklung bzw. Neugestaltung von differenzierten und attraktiven Bildungs- und Karrierewegen innerhalb des Handwerksbereichs eine geeignete Strategie zur Stärkung der Bindung an den Handwerkssektor darstellen kann.
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