The peer-reviewed working paper series "Gender(ed) thoughts. New perspectives in Gender Research" makes the work of affiliates of the Goettingen Centre for Gender Studies (GCG) visible and allows them to publish preliminary and project-related results. It aims at interdisciplinary exchange among Humanities, Social Sciences as well as Life Sciences and invites researchers to publish their results on Gender Studies. The series is open to theoretical discussions on established and new approaches in Gender Studies as well as results based on empirical data or case studies. Additionally, the series aims to reflect on Gender as an individual and social perspective in academia and day-to-day life.

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  • Working Paper

    “Go hard or go home!” 

    Kiep, Peter
    Göttinger Centrum für Geschlechterforschung, 2017
    Der gegenwärtige Trend der Körpermodellierung hat in den letzten Jahren ebenso stetig Veränderungen erfahren wie das kommerzielle Fitnessstudio als ein anerkannter Ort der Artikulation moderner Körperlichkeit. Dies zeigt sich insbesondere an den gestiegenen Ansprüchen hinsichtlich gesellschaftlich akzeptierter Körperideale. Dabei bedingt das Sporttreiben im Fitnessstudio positive wie auch negative Erfahrungen, die an das Aussehen und die sportliche Leistung gebunden sind. Hiervon ausgehend nimmt die vorliegende Studie an der Schnittstelle von Sportwissenschaften und Geschlechterforschung die Frage in den Blick, welche Bedeutung diverse Körper(-formen) für die Anerkennung junger Männer innerhalb der Fitnessszene haben. Hierbei werden zum einen positive Anerkennungserfahrungen basierend auf der richtigen Selbstinszenierung sowie der sportlichen Leistung deutlich. Zum anderen werden Abhängigkeiten zwischen Hierarchien unter Männern, körperbezogenen Diskriminierungstendenzen und der selbstbestimmten Teilnahme am körpermodellierenden Sport sichtbar.
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  • Working Paper

    Zur symbolischen Kastration von traditionellen Männlichkeiten 

    Schwanke, Julia
    Göttinger Centrum für Geschlechterforschung: Göttingen, 2017
    Die österreichische Schriftstellerin Elfriede Jelinek (*1946) gilt als Autorin, die durch die überspitzte Darstellung der männlichen Herrschaft patriarchale Herrschaftsformen kritisiert. Der vorliegende Beitrag analysiert zwei Romane Jelineks der 1980er Jahre aus gendertheoretischer Sicht: Die Ausgesperr-ten und Die Klavierspielerin. Es wird gezeigt, dass Jelinek über eine einfache Patriarchatskritik hinaus-geht, indem sie die männliche Herrschaft ad absurdum führt – sie führt symbolisch kastrierte Männ-lichkeiten als Persiflage einer traditionellen Männlichkeit vor. Für die Analyse werden soziologische geschlechts- und klassentheoretische Ansätze mit einer Methode zur Figurenanalyse verbunden. Mi-chael Meusers Ansatz, welcher Raewyn Connells Konzept der hegemonialen Männlichkeit mit Pierre Bourdieus Habitus-Konzept verbindet, wird in die Figurenanalyse Jens Eders integriert. Dadurch wird die Performanz von Männlichkeit in Jelineks Prosa sichtbar(er) gemacht und in den Kontext ei-ner doppelten Distinktions- und Dominanzlogik eingeordnet. Im Zuge der Analyse wird deutlich, dass die männlichen Figuren, welche sich bei der Konstruktion ihrer Männlichkeit am Ideal der he-gemonialen Männlichkeit orientieren, zum Scheitern verurteilt sind. Sie können den Anforderungen, die das Patriarchat mit der Verkörperung einer hegemonialen Männlichkeit an sie stellt, nicht gerecht werden. Jelinek kastriert sie symbolisch.
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  • Working Paper

    (Wie) Die O-Phase verändern? 

    Volpers, Simon; Brodersen, Folke
    Göttinger Centrum für Geschlechterforschung: Göttingen, 2017
    Basierend auf qualitativen Erhebungen (teilnehmende Beobachtung, themenzentriert-narratives Inter-view) in den‚ Orientierungsphasen der Studienfächer Physik, Wirtschaftswissenschaften und Sozialwissenschaften werden Göttinger Praxen studentischer Hochschuleinführung rekonstruiert. Diese erfahren in öffentlich-medialen wie hochschulinternen Diskursen eine zunehmende Kritik. Der Beitrag folgt den sich andeutenden Diskursbewegungen, die auf Basis der strukturellen Eigenlogiken der sog. O-Phase verortet und kontrastiert werden. Erörtert werden eine Grundstruktur des Exzesses, darin eingebettete, gewaltförmige vergeschlechtlichte und sexualisierte Praxen sowie die Funktionalität und Anschlussfähigkeit dieser Form des Studieneinstiegs innerhalb gegenwärtiger Transformationen der Hochschule. Der Beitrag entwickelt eine empirisch fundierte Perspektivierung, Zusammenführung und Reformulierung von Kritik.
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