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    • Monograph

      Word Wars – Competing Interpretations of the Armed Conflict between the LRA and the NRM Government in Northern Uganda (1986 - 2006) 

      Vorhölter, Julia
      GISCA occasional paper series; 5
      GISCA,Göttingen Institute for Social and Cultural Anthropology, Georg-August-Universität Göttingen, 2016
      This working paper analyses how representations of the war between the Lord’s Resistance Army (LRA) and the Ugandan government have evolved and changed over the past decades. I argue that one can discern and compare two more or less coherent discourses: a fairly uncritical and largely pro-government discourse which lays its primary focus on the LRA, its violence and seeming irrationality, and a counter discourse which tries to look beyond the LRA and which is highly critical of the Ugandan government’s involvement in the war. The analysis shows how complex social realities (like wars), are ordered into coherent (but often competing) narratives over time.
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    • Monograph

      "Die Hybridität der Nation" 

      Scheunemann, Tom
      GISCA occasional paper series; 3
      GISCA,Göttingen Institute for Social and Cultural Anthropology, Georg-August-Universität Göttingen: Göttingen, 2016
      Diese Arbeit drängt auf die Analyse der Komplexität nationalistischer Narrative – exemplarisch aufgezeigt am Beispiel der irakischen Kurden – und bedient sich dabei der Konzepte Homi K. Bhabhas, um sowohl unwahrscheinliche Erfolge nationalistischer Konstruktionen, als auch deren inhärente Brüchigkeit zu veranschaulichen. Mit Bhabhas Begriffen der Differenz, Hybridität, Mimikry und des Dritten Raums wird gezeigt, wie die Gleichzeitigkeit dieser Brüchigkeit und der unwahrscheinlichen Stärke nicht zufällig zu beobachten ist, sondern Voraussetzung für die Konstruktion von Identität ist. Anstatt nationalistische Rhetorik durch unhinterfragte Wiederholung zu reifizieren, rücken die Kernfunktionsweisen nationalistischer Narrative in den Fokus. Der Konflikt zwischen irakischem Zentralstaat und kurdischer Autonomieverwaltung wird als ein komplexer Prozess beschrieben, in dem, fern jeder Dialektik, hybride Identitäten in gegenseitiger Abhängigkeit und durch ein komplexes Hin und Her vorläufig stabilisiert werden. Dadurch lässt sich der Konflikt als ein Prozess der Entstehung der konstruierten Nation beschreiben, ohne dabei diese Geschichte als einen Kampf zweier kohärenter (nationaler) Subjekte zu erzählen.
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    • Monograph

      „Rote Hochzeiten“ 

      Städing, Sophie
      GISCA occasional papers series; 2
      GISCA,Göttingen Institute for Social and Cultural Anthropology, Georg-August-Universität Göttingen: Göttingen, 2016
      Das Regime der Khmer Rouge (1975-1979) in Kambodscha führte eine spezielle, staatlich verordnete Heiratspraxis ein. Die aktuell zirkulierenden Diskurse zum Thema Heirat im Khmer Rouge-Regime zeigen meist eine eindimensionale Darstellung der damaligen Heiratspraxis als „Zwangsheiraten“. Die zentrale Frage, der die Arbeit in einer detaillierten Untersuchung unter Einbezug von Sherry Ortners handlungstheoretischem Ansatz zu „Agency“ nachgeht, ist, welches Handlungsvermögen die unterschiedlichen Akteur_innen im Kontext der Khmer Rouge-Heiraten besaßen. Basierend auf im Rahmen einer mehrmonatigen Feldforschung in Kambodscha erhobenen narrativen Interviews, ermöglicht die Autorin Einblicke in die Heiratsbiographien von betroffenen Kambodschaner_innen. Sie gelangt zu dem Schluss, dass in gängigen Diskursen das Handlungsvermögen der betroffenen Personen unterschätzt wird. Die von den Beteiligten geschilderten Heiratsrealitäten zeichnen ein weitaus komplexeres Bild der Heiraten im Regime der Khmer Rouge. Es existierten – wenn auch in unterschiedlichem und teils sehr begrenztem Ausmaße – Einfluss- und Handlungsmöglichkeiten der Akteur_innen auf lokaler Ebene. So hatten nicht nur die regionalen und lokalen Kader der Khmer Rouge einen wichtigen Einfluss auf die Umsetzung der Heiratspolitik, sondern auch die heiratenden Frauen und Männer sowie ihre Familien verfügten über Handlungsmacht und versuchten eigene Heiratsprojekte zu verfolgen.
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    • Monograph

      Malereien aus Papua-Neuguinea 

      Günther, Jasmin Ii Sabai
      GISCA occasional paper series; 1
      GISCA,Göttingen Institute for Social and Cultural Anthropology, Georg-August-Universität Göttingen: Göttingen, 2015
      Palmblattmalereien aus Papua-Neuguinea präsentieren sich in ihrem lokalen Kontext sowie in ethnologischen Museen und Galerien zeitgenössischer Kunst weltweit. Ihre Kategorisierung als Kunst oder Nicht-Kunst wird dabei stetig diskutiert, weil sie ‚traditionell‘ semantisch und nicht ästhetisch motiviert sind. Im Gegensatz zu einigen anderen Publikationen über Palmblattmalereien oder Kunst aus Papua-Neuguinea beleuchtet die vorliegende Arbeit kein ‚entweder-oder’, sondern ein ‚sowohl-als-auch‘. Es wird argumentiert, dass dies möglich ist, weil auch Dinge multiple Identitäten besitzen: so können die Palmblattmalereien hier u.a. als Vermittler von Mythen und Moral, Ausdrücke von Mensch-Umwelt- Beziehungen sowie Verweise auf Orte und Identitäten etabliert werden. Interessant ist, dass all diese Rollen auch auf zeitgenössische Werke zutreffen, deren Status als Kunst in der Regel nicht in Frage gestellt wird. Sie alle bilden (Re-)Präsentationsplattformen, die von unterschiedlichen Akteuren auf vielerlei Arten ausgehandelt werden und sich demnach trotz ihrer vermeintlich passiven Materialität ständig in Bewegung befinden. Hierbei handelt es sich nicht immer um Bewegungen physischer Natur, sondern hauptsächlich um Rekontextualisierungen, welche sich sowohl linear als auch simultan abspielen können. Die nachfolgende Arbeit macht die Dinge zu Beteiligten an Handlungen, die mit ihren hier entschlüsselten multiplen Identitäten einen Subjekt-Objekt-Dualismus in Frage stellen. Um die Wirkmacht der Malereien aufzuzeigen, verknüpft die Autorin relevante Literatur und Theorien aus dem ethnologischen Fachbereich mit eigenem ethnographischem Material, das in Papua-Neuguinea und Australien erhoben wurde.
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